Über die Blockhausbriefe und diese Site
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Die Blockhausbriefe sind zeitgeschichtliche Dokumente für den Mikrokosmos des Evangelischen Jugendheims Blockhaus Ahlhorn. In diesen seit 1956 bis 1986 jährlich erscheinenden, zwischen 20 und 80 Seiten umfassenden Heften im DIN-A-5-Format schrieben Freunde und Gäste des Blockhauses und natürlich der Heimleiter Rolf von der Dovenmühle Artikel zu einer Vielzahl von Themen, die sich drei großen Themenkreisen zuordnen lassen:

  • Leben und Lernen, Freizeit und Naturerleben im Blockhaus Ahlhorn,
  • Geschichte des Blockhauses, der Ahlhorner Fischteiche und der Umgebung,
  • Weltanschauliche, philosophische und theologische Betrachtungen sowie Auszüge aus Predigten, die bei Gottesdiensten im Blockhaus gehalten wurden.

Oder wie Rolf von der Dovenmühle es in seiner Einleitung zum Blockhausbrief des Jahres 1982 ausdrückt:

In jedem Jahr ist die Zeit, in der wir den Blockhausbrief zusammenstellen, eine Zeit des Rückblicks und des Nachdenkens darüber, was gewesen ist und was wichtig war. Daran zu erinnern, in Bericht und Bild einiges festzuhalten, soll die Aufgabe dieses Heftes sein. Wenn dadurch bei Ihnen eigene Erinnerungen geweckt werden, Erfahrungen und Erlebnisse, die mit Tagen im Blockhaus verbunden sind, so kann dieses Heft vielleicht eine Brücke schlagen. Wir wünschen uns sehr, daß der Blockhausbrief diese Aufgabe erfüllen möge. Denn dem soll ja das Blockhaus dienen, Menschen das Angebot zu machen, ein wenig außerhalb des Alltags die verschiedenen, manchmal verschütteten Möglichkeiten ihres Menschseins neu zu entdecken, in der Besinnung, im Gespräch, in der Gemeinschaft oder in der Einsamkeit, in der Natur, in der Musik, im Gebet.

Daneben wurde alljährlich eine Art Rechenschaftsbericht gegeben, einmal in Form des Grußes der Heimeltern an die Freunde des Blockhauses unter dem Titel "Zum Geleit", zum anderen in Form der Gästeliste, in der alle Gruppen, die das Blockhaus im abgelaufenen Jahr besucht hatten, mit Besuchszeitraum, Teilnehmerzahl und gegebenenfalls Tagungsthema Erwähnung fanden. In dieser "Gästeliste" finden sich eingestreut auch etliche Kurzbeiträge von Gästen in Form von kleinen Texten zur jeweiligen Tagung oder Freizeit.

Die Gästelisten wurden seit Mitte der 70er Jahre stets eingeleitet durch einen kleinen Text von Erich Trittin:

Signet

Das Blockhaussiegel stellt so eine Art Arche dar.
Was diese Arche so alljährlich an Fracht trägt, wird einem bewußt, wenn man die umfangreiche Passagierliste studiert.
Für Schiff und Steuer, für Kompaß und Kurs
auch im Neuen Jahr Glück und Heil!

Ihr Erich Trittin



Die Texte der Blockhausbriefe vermitteln neben direkten Eindrücken zur "Erlebniswelt" Blockhaus auch eine Menge über die jeweiligen Zeitläufte, ob es die Zeit des Aufbaus und des Wirtschaftswunders, die Zeit des kritischen Hinterfragens der überkommenen Werte oder die Zeit von Individualisierung und Entsolidarisierung war. So scheint in vielen Beiträgen ein hohes Maß an Sensibilität für die gesellschaftlichen Umbrüche der Zeit auf, jedoch in der Regel ohne resignativen Unterton, sondern optimistisch und inspiriert durch christlichen Glauben.

Illustriert wurden die Blockhausbriefe mit ausdruckstarken Schwarzweißphotos vom Heimleiter oder Freunden und Gästen des Blockhauses, wobei entweder die Natur, die Gebäude oder die Gruppen der Besucher bei Arbeit und Freizeit die Motive abgaben. Hin und wieder finden sich auch Zeichnungen, die von Gästen zur Verfügung gestellt wurden.

Auch nach dem 30. Blockhausbrief von 1986, der letzten von Rolf von der Dovenmühle herausgegebenen Ausgabe, erschienen die Blockhausbriefe weiterhin, nun unter der Herausgeberschaft des neuen Heimleiterehepaars Tiedemann sowie - im Falle des Hefts zur 50-Jahr-Feier des Blockhauses - der von Herrn Pastor Gerhart Orth. Diese Hefte können wir aus urheberrechtlichen Gründen nicht aufnehmen.

Übrigens: Wer alle bisher erschienenen Blockhausbriefe "in natura" und nicht nur auf dem Monitor nachlesen möchte, kann sie in der Landesbibliothek in Oldenburg einsehen und auch ausleihen. Man findet sie dort unter der Systemnummer ZS 1909.


Die digitalen Blockhausbriefe

Rolf von der Dovenmühle hatte die Absicht, nach seiner Pensionierung aus diesem reichen Material und seinem Schatz von Erfahrungen ein Buch über das Blockhaus zusammenzustellen. Leider ist es nicht mehr dazu gekommen.

Nun kann sich niemand anmaßen, diese Aufgabe statt seiner bewältigen zu wollen. Was wir tun können, ist: Für alle, die das Blockhaus in seiner über fünfzigjährigen Geschichte kennengelernt haben, eine Quelle der Erinnerungen zu schaffen, indem wir - nach und nach - die Blockhausbriefe an dieser Stelle ins Web stellen. Wir beschränken uns dabei auf die in den Blockhausbriefen erschienenen Artikel und einige der Kurzbeiträge aus den Gästelisten. Die Hefte werden gescannt und mittels OCR-Software in Textdokumente umgewandelt. Da diese Software nicht 100%ig zuverlässig arbeitet, muß Korrektur gelesen werden; allerdings: im Original vorhandene Schreib- und Satzfehler werden nur behutsam korrigiert; vor allem die oft recht eigenwillige Interpunktion wird weitgehend beibehalten.

Wichtig: Wir bemühen uns, die Verfasser der einzelnen Artikel zu benennen. Sollte sich jemand durch die Veröffentlichung im WWW in seinem Urheberrecht verletzt fühlen, bitten wir sie oder ihn, sich mit uns in Verbindung zu setzen (webmaster@blockhausbriefe.de), wenn sie oder er z. B. wünscht, dass sein Artikel von den Webseiten entfernt wird.


Unter dem Punkt "Dies und Das" finden Sie spezielle Verzeichnisse, z. B. der Leitartikel, der Predigten oder der natur- und heimatkundlichen Artikel. Diese Seite wird nach und nach ergänzt.


Anmerkung zu den Fotos...

Schwierig sieht es bei den Fotos aus, da uns die Originale zum Großteil (noch) nicht vorliegen und wir zunächst mit aus den Blockhausbriefen abgescannten Bildern Vorlieb nehmen müssen. Dadurch ist die Qualität natürlich sehr stark eingeschränkt.

Bei den meisten Bildern ist keine Urheberangabe verfügbar. Auch hier gilt sinngemäß das oben zu den Artikeln gesagte: Wenn jemand die Veröffentlichung der Bilder im Web begründetermaßen (Urheberrecht oder Persönlichkeitsrecht) nicht wünscht, werden wir diese entfernen (Kontakt über webmaster@blockhausbriefe.de).

Falls jemand noch Negative oder Originalabzüge einzelner Fotos in den Blockhausbriefen in seinem Besitz hat und uns diese gegen Unkostenerstattung zur Verfügung stellen kann, wären wir sehr glücklich!

Mit den besten Grüßen an alle Freunde des Blockhauses!

Heiner Harder