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Der Blockhausspruch
Text: Will Vesper
Gottes sind Wogen und Wind.
Segel aber und Steuer,
dass ihr den Hafen gewinnt,
sind euer.
Die Blockhaussymphonie
Text: Gustav Fedrowitz
Wo Karpfen stehen still und stumm,
wo Gondeln gondeln laut herum,
wo's kreist und klingt wie nirgendwie:
Ich nenn's die Blockhaus-Symphonie.
Das Ahlhorn-Lied
Text: Die Kinder der Volksschule Abbehausen, September 1963)
1.
Wasser und Wald,
Boote und Seen,
Ahlhorn, wir grüßen dich!
Blockhaus, du bist die Masche!
Sommer und Sonne, Wasser und Licht,
Schwimmen und Rudern
(und: keinen Unterricht!)
2.
Ahlhorn, wir preisen dich!
Blockhaus, verborgen im Walde!
Heide und Pilze, herrliche Zeit!
Spiele und Tänze
(und: keine Hausarbeit!)
3.
Wasser und Wald,
Boote und Seen,
Ahlhorn, wir grüßen dich!
Blockhaus, inmitten der Teiche!
Wandern und Singen, Karpfen, die springen,
Kinder, die schrei'n
(und, Lehrer, die alles verzeih'n!)
Wasser und Wald, Boote und Seen,
das ist schön!
Im Blockhaus Ahlhorn (5.-15.9.1964)
H. Kuckuck, Ev. Nogatschule Wilhelmshaven
Aus dem schönen Wilhelmshaven
wir uns hier im Blockhaus trafen,
zwölf der Mädchen, zehn der Jungen,
hatten wir uns durchgerungen,
fern von Vatern, weg von Muttern,
uns zehn Tage durchzufuttern,
zu genießen bunte Felder,
auch die Heide und die Wälder.
Alle Mädel und die Buben
waren schnell verteilt auf den Stuben,
die laut Aufschrift an den Türen
Namen nur von Fischen führen;
und verantwortlich pro Zimmer
war der Älteste dann immer.
Alle diese kleinen Fische
saßen dann alsbald zu Tische,
schöpften nun mit frohen Mienen
Schnippelbohnen aus Terrinen
auf den Teller, und geschlossen
wurde dann das Mahl genossen.
Doch dann galt es, in den schlichten
Räumen sich gut einzurichten,
Kofferinhalt zu verstauen,
auch die Betten glatt zu bauen.
Schon bei diesen Kleinigkeiten
gab's die ersten Schwierigkeiten:
die Bezüge mit den Decken
ließen gar zu schwer sich glätten,
so war'n hier und bei den Kissen
Form und Schönheit zu vermissen.
Lag dann alles in den Betten
gab es jeweils Schlaftabletten,
um die Geister zu betören;
trotzdem gab's noch viel zu hören!
Christels Stimme war durchdringend,
daß Frau Denz oft händeringend
sich nach nebenan bewegte,
wo sich plötzlich nichts mehr regte!
Ja, von diesen schönen Tagen
gäb es noch viel mehr zu sagen,
doch auch hier gibt's mal ein Ende!
Nach der nächsten Tageswende
kommen leider wir zum Schlusse.
Morgen fahr'n wir mit dem Busse
dann zum Bahnhof, welche Qual!
Tschüs dann bis zum nächsten Mal!
Ahlhorner Sonett
Gefr. Klaus Koch, 1./VersBtl. 316, Mai 1967
Als Abirenten waren wir eingeladen
und vergaßen unser Zeug zum Baden;
darum lockte eine Fahrt im Boot,
und zum Glück kam niemand in Not.
Der Vortrag lang, die Diskussion heiß,
erarbeiteten wir die Themen in Schweiß.
Die Dias aus Griechenland
bleiben uns noch lange bekannt.
Der Lehrgangsleiter, locker und leicht,
hat sein Ziel erreicht:
Begeisterung für die Referenten.
Dank für die Verpflegung
durch die nette Damenbewegung.
In aeternam memoriam: Blockhaus Ahlhorn!
In schönster Seenkette...
(Weise: Im schönsten Wiesengrunde...)
Text: Hermann und Margarete Jelten,
Christlicher Sängerbund, Gemischter Chor Bremerhaven; 1968
In schönster Seenkette
steht unsrer Liebe Haus,
wir kommen immer wieder
zu Dir hinaus.
Liebes Blockhaus Du,
unsre schöne Ruh!
Wir kommen immer wieder
zu Dir hinaus.
Aus manchen deutschen Landen
kehrt gerne man hier ein,
im Blockhaus wir uns fanden
zum Singen ein.
Stille Einsamkeit
fern von lauter Zeit,
im Blockhaus wir uns fanden
zum Singen ein.
Schon manches Jahr wir singen
in Ahlhorn unser Lied,
und unsere Weisen klingen
durch Wald und Ried.
Heit'rer, ernster Sang
tönt am See entlang,
und unsere Weisen klingen
durch Wald und Ried.
Und ist genug gesungen
durchstreifen wir die Flur,
ob Sonnenschein, ob Mondlicht,
zur Freude nur!
Brommbesel leise wiegen,
das Mondlicht schimmert bleich,
im stillen Zauber liegen
die Boot' im Teich.
Ahlhornstimmung mein,
dringt ins Herz mir ein.
Im stillen Zauber liegen
die Boot' im Teich.
Wenn aus dem Haus wir scheiden,
das Heimat gibt und Ruh,
dann unsere Herzen singen
den Dank Dir zu:
O mein Blockhaus du,
meine schönste Ruh!
Und unsre Herzen singen
den Dank Dir zu.
Morgensonne über Teichen...
Ev. Jugend, Markus-Gemeinde Bremen, Pastor Paulo; 1973
Morgensonne über Teichen,
alle trüben Nebel weichen,
und das Blockhaus ist erwacht.
Kirchenjugend und Baptisten
Schwerversehrte, alle Christen
beugen sich des Wortes Macht.
Im Kaminsaal eingefunden
haben in der Morgenstunden
sie sich zu Gebet und Lied.
Chor singt uns von Gottes Wegen,
die befohlen seinem Segen,
leise wiegen Rohr und Ried'.
Pastors Blick sucht Feuerstätte,
meint, daß er gesehen hätte
einstmals dort ein Sonnenrad,
Wo der Wunsch, ein Volk zu werden
hier im Menschenbrei der Erden
rief Betrachter auf zur Tat.
Wer mit Gottes Hilf' will siegen,
wer mit Gott sogar will kriegen,
muß sich fragen, wo er geht.
Nur wer geht auf Gottes Wegen,
der darf auch die Hoffnung hegen,
daß der Gott dann zu ihm steht.
Wenn wir Mal und Wunsch vernichten,
wird sich dann die Nacht wohl lichten,
die uns immer noch bedroht?
Laßt den Sinn uns doch erfüllen,
fragen neu nach Gottes Willen,
werden endlich Volk vor Gott!
Sturm hat hier im Wald gehauset,
hat entwurzelt und zerzauset
stolze Bäume mit Gewalt.
Borkenkäfer, Parasiten
davor ist nun zu behüten
was geblieben in dem Wald.
So hat auch der Krieg gehauset,
hat entwurzelt und zerzauset,
was in Deutschland stand in Kraft.
Fäulnis und Verderb der Sitten
fressen nun in unsrer Mitten
Mut und Glauben sind erschlafft.
Ob Gesunde und Versehrte,
wer je was von Gott begehrte,
Kirchenjugend und Baptist.
Wer im Glauben steht gegründet,
der im größten Sturme findet
seinen Halt bei Jesus Christ.
Mit ihm woll'n ein Volk wir werden,
in dem Sittensumpf der Erden
wollen wir froh und frei.
Ihm befehl'n wir unsre Wege,
mit ihm geh'n wir steile Stege,
mit ihm wird das Leben neu.
Unser Etzhorner Indianerlied
- entstanden im Blockhaus Ahlhorn
Text: Brunhilde Gröning, Grundschule Oldenburg-Etzhorn; 1979
1)
Wir sind die Kinder aus Etzhorn,
wir haben viel gelernt,
von den Indianerkindern,
die ganz ähnlich und doch anders sind.
In den Tipis von Ahlhorn
lebten wir so wie sie,
die Pflanzen und Tiere des Waldes
waren Brüder und Schwestern für uns.
2)
Die Umwelt ist uns feindlich
Straßen überall,
die Wälder werden getötet,
die Natur bringt man zu Fall.
Indianer aber wissen,
daß sie sind ein Teil der Natur.
Sie können nicht herrschen darüber,
sonst schaden sie sich nur.
Refrain:
Die Farbe der Haut interessiert uns nicht
wir wollen leben, was uns entspricht,
wir wollen lernen, was uns gefällt
von allen Kindern der ganzen Welt.
Vier Tage waren wir nun hier...
Text: Die lauten Bremer Stadtmusikanten; 1983
(Musische Woche, Schüler und Lehrer aus Bremen-Vegesack)
Vier Tage waren wir nun hier
mit Schlagzeug, Saxophon und Klavier.
Wir haben gut gegessen, getanzt und gelacht,
aber vor allem eben laut Musik gemacht.
Und wer zu mitternächtlicher Stunde,
gewiß, wir gestehen es nicht gern,
vom Vorplatz aus lauschte in der Runde:
überall nur Getöse und Lärm.
Die Trompete blies die große Nachtmusik,
ein Stück dort für Laute und auch etwas Beat,
im Dreivierteltakt ein Haydn-Quartett,
nicht ganz so gekonnt, dafür aber laut,
da wackelte des Schläfers Bett
und aufwachend bekam er ne Gänsehaut.
Das alles hat ihre Ahlhorn-Crew
mit stoischer Ruhe ertragen,
und dafür bleibt uns eigentlich nur
Ihnen Verzeihung und Danke zu sagen.
Und kamen wir diesmal mit Katastrophenorchester,
mit Posaunengetöse und Trommelschall,
so kommen, wenn wir dürfen, im nächsten Jahr wieder
die Vegesacker mit Kammermusik und Nachtigall.
Es ist, wie ich glaube, ein fröhlicher Gott...
Text: Jürgen Friedrich, 1985
Es ist, wie ich glaube, ein fröhlicher Gott,
der uns das Lachen beschert,
damit schon in unserem Alltagstrott
ein Stückchen vom Himmel einkehrt.
Und nicht Verzweiflung ist unser Los,
nicht Apokalypse und Grauen!
Solche Gedanken sind Warnungen bloß
für die sich zu glauben nicht trauen.
Insofern auch Weinen ist gottgewollt.
Vielleicht sind die Tränen die Schmiere,
auf denen die Gegenwart zukunftswärts rollt -
bis zur letzten Premiere.
Da mündet die Zeit in die Ewigkeit,
"Endlösung" ist vollauf im Gange,
und Jubel besiegt alle Traurigkeit.
verheißen ist es schon lange.
Glauben ist dann nicht mehr gefragt,
er weicht endgültiger Klarheit.
Und jeder es jedem anderen sagt:
Der Herr ist endgültige Wahrheit!
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