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![]() Gottesdienste im BlockhausIn der Blockhauskirche werden Gottesdienste verschiedener Art gehalten. Sie sind zusammen gesehen wie ein bunter Blumenstrauß. Es ist schon Tradition im Blockhaus, daß die anwesenden Gruppen mit ihren jeweiligen Leitern am sonntäglichen Gottesdienst teilnehmen. Diese Gottesdienste sind so gehalten, daß Erwachsene und Kinder gemeinsam ihren Ablauf miterleben und mitgestalten. Zwei Beispiele möchte ich Ihnen mit den folgenden Gottesdiensten vorstellen: Blockhausgottesdienst am Sonntag, 14. 7. 1985Der Gottesdienst hat die Menschenfreundlichkeit Jesu Christi zum Leitthema. Der Liturg liest eine neue Ubersetzung des 1. Psalmes vor, worauf Frau Sonja Latusseck einen Abschnitt in den Gottesdienst einfügt, den sie selbst "Aktion" nennt: "Bitte benutzen Sie die verteilten Zettel und Stifte, überlegen Sie sich, was für Sie Freundschaft ist, und schreiben Sie mit dem Anfangssatz: Ein Freund ist jemand, der [z. B.: mir zuhört]." Im Anschluß daran trägt sie eine überarbeitete, erzählte Form einzelner Textstellen des Neuen Testamentes vor, die sie mit eigenen Predigtausführungen erläutert. Psalm 1Glücklich die Kirche, Ein Freund ist jemand, der ...
Sie sagt dann selbst, was für sie Freundschaft ist: FREUNDSCHAFT ist etwas Wohltuendes Bewahrendes, Freundschaft kann trösten Freundschaft macht Freude, sie läßt mich lachen, sie macht mir und Dir Leben möglich. Oft erlebe ich, wie schwer es mir fällt, das Wort Freund und den Begriff der Freundschaft mit Leben zu füllen und es wirklich zu leben. Ich bemerke, daß es gar nicht so einfach ist, mein Leben freundlich zu leben. Freundlich nicht so verstanden, das immerwährende Lächeln auf dem Gesicht zu tragen. So nach allen Seiten gleichbleibend angenehm. Sondern "freundlich", so verstanden, wie Jesus es uns vorgelebt hat. Ich bin kein Mensch, der sich täglich zu festgesetzten Zeiten einer Bibelpflichtlektüre unterzieht. Ich sehe mich vielmehr als jemand, der versucht, diesen Jesus Christus ernst zu nehmen und das, was er gelebt hat, bruchstückweise zu leben, zu erfahren und weiterzugeben. Ich möchte Sie heute morgen an die Hand nehmen und mit Ihnen gemeinsam nachdenken, wann und wie Jesus "als der Freund" auftritt. Vielleicht kann das eine oder andere uns Anstoß und Wegzeichen sein. Matthäus 8Ein Mensch, der an einer schwer ansteckenden Krankheit litt, kam zu Jesus und sagte: "Mach mich wieder gesund." Jesus sah ihn an, faßte ihn an und sagte: "Du bist gesund." ... er streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach. Jesus nahm den ansteckend Kranken wahr; Matthäus 14,22-35Die Freunde Jesu sind allein. Sie sind in einem Schiff mitten auf dem Meer. Die See ist stürmisch. Die Freunde haben Angst. Es wird dunkel. Plötzlich sehen sie einen Menschen, der auf dem Wasser geht. Sie erschrecken sich sehr. Dieser Mensch spricht sie an und sie erkennen in ihm Jesus. Petrus ist sich seiner Sache nicht so sicher. Er sagt: "Wenn du es wirklich bist, dann laß mich zu dir übers Wasser gehen." Und Jesus sagte: "Komm her." Und tatsächlich konnte Petrus übers Wasser gehen. Als er aber den Wind und die Wellen spürte, bekam er Angst und zweifelte daran, daß Jesus stärker ist als die Naturgewalten und er drohte zu versinken. Jesus ergriff ihn, hielt ihn fest und sagte: "Warum vertraust du mir nicht?" ... Ich glaube, Petrus hat die rettende Hand Jesu deutlich gespürt. Diese ausgestreckte, haltende und letztlich lebensrettende Hand. Da wird Jesus von einem seiner Freunde enttäuscht. Ein Mensch, der lange mit ihm zusammengewesen Nar, zweifelt an dem, was Jesus sagte. Und Jesus? Wie reagiert er? Er tut das einzig richtige. Er springt über den Schatten seiner erlebten Enttäuschung und reigt sich als Freund, der in der richtigen Minute zur Stelle ist und das richtige tut. Matthäus 20, 33-34Jesus kam aus Jericho und viele Menschen waren mit ihm zusammen, um ihm zuzuhören. Zwei Blinde saßen am Wegrand und riefen nach Jesus. Die anderen Menschen wollten Jesus weiter ungestört zuhören. Aber die beiden ließen sich nicht davon abhalten, mit Jesus zu sprechen. Jesus blieb stehen. Es jammerte ihn. Er berührte ihre Augen und sie konnten wieder sehen. ... es jammerte ihn und er rührte ihre Augen an. Jesus fühlt mit diesen beiden, denen so viel durch ihre Blindheit entgeht. Die weder Tag und Nacht unterscheiden, noch die Sterne sehen können. Diesen beiden, die Außenseiter sind, wendet er sich zu; ja noch mehr.Ihr Schicksal berührt ihn tief im Herzen, er leidet mit ihnen. Er berührt sie. Seine Hände machen sie sehend.
Lukas 15, 11-32Ein Vater hatte zwei Söhne, der jüngere ließ sich vom Vater sein Erbe auszahlen, ging von zuhause fort und gab das Geld für lauter unwichtige Dinge aus. Als er kein Geld mehr hatte, blieb ihm nichts anderes übrig, als zu arbeiten. Da aber im Lande eine Arbeitslosigkeit herrschte, mußte er solche Arbeit verrichten, die kein anderer tun wollte. Er mußte Schweine hüten. Er bekam so wenig Lohn, daß er sich nicht ausreichend ernähren konnte. Er hatte furchtbaren Hunger und sagte zu sich selbst: "Mein Vater beschäftigt so viele Arbeiter, er wird auch für mich eine Arbeit haben. Ich werde mich bei meinem Vater für mein Verhalten entschuldigen." Er machte sich auf den Weg. Als er in der Ferne sein Elternhaus sah, freute er sich. Sein Vater, der wohl auf ihn gewartet hatte, rannte ihm entgegen, nahm ihn in die Arme und küßte ihn, und veranstaltete ein Freudenfest. ... sein Vater sah ihn an, es jammerte ihn, er lief ihm entgegen und küßte ihn. Jesus, der Freund, ist wie dieser Vater.
Lukas 23, 32-34Als Jesus gekreuzigt wurde, sah er die, die ihn umbringen wollten, genau an und betete für sie zu seinem Vater. Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Jesus, der Freund, verurteilt nicht, obwohl er abgeurteilt wird.
Jesus der Freund. Können wir dies Erbe antreten? Was können uns diese Freundesgeschichten sagen? Ich erlebe diese Freundesgeschichten für mich vielmehr als Richtschnur, an der ich versuche entlangzugehen, um den Weg nicht zu verlieren. ICH DENKE SIE KÖNNEN UNS MUT MACHEN.
Und das heißt dann auch:
Denn Jesus unser Freund sagt uns: liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Ich wünsche uns Vertrauen zu diesem Jesus, der Freund war und ist und bleibt. Ein treuer, liebender und zuverlässiger Freund. Wir brauchen sein Vorbild. Amen (Sonja Latusseck) |
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