Kurzbeiträge der Gäste
zwischen dem 5. Januar und 18. Dezember 1983
Christlicher Sängerbund / Herr Wegener
(60 Teiln., 10.2-20.2.)
I
1. Uschaftem mayim bessasson mimaine hajeschuah
(Ihr werdet Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils)
Melodie:Emmanuel Amiran
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stund. Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist, würgen und heilen, brechen und bauen, weinen und lachen, Steine sammeln, suchen und verlieren, behalten und wegwerfen, tanzen, klagen, herzen und ferne sein von Herzen, zerreißen und zunähen, schweigen und reden, lieben und hassen. Streit und Friede hat seine Zeit. Man arbeite, wie man will. so hat man keinen Gewinn davon.
Ich sah die Mühe, die Gott den Menschen gegeben hat, daß sie darin geplagt würden. Er aber tut alles fein zu seiner Zeit und läßt ihr Herz sich ängsten, wie es gehen solle in der Welt; denn der Mensch kann doch nicht treffen das Werk, das Gott tut. weder Anfang noch Ende.
Prediger Salomo
Musik: Hans Stadlmair
II
1. Ein fröhliches Herz ist die beste Arznei. Aber ein betrübter Sinn dörrt den Leib.
(Sprüche 17,22)
2. Zweierlei Gewicht und zweierlei Maß ist dem Herrn verhaßt. Denn die Waage auf dem Markt und alle Waagschalen gehören Gott. Alle Gewichte sind sein Werk.
(Sprüche 20,10 + 16,11)
3. Mühe dich nicht ab um Reichtum. Wende deine Gedanken nicht an diese Art Klugheit. Wenn du nach Reichtum siehst, ist er verschwunden.
(Sprüche 23,4-5a)
4. Besser ist's, wenig genießen mit Gottesfurcht, als viele Schätze besitzen mit unruhigem Herzen. Besser eine Schüssel Gemüse mit Liebe, als ein gemästeter Ochse mit Haß.
(Sprüche 15,16-1 7)
5. Wie die Tür in der Angel sich immer hin und her dreht, so der Faule in seinem Bett.
(Sprüche 26,14)
6. Wie lange willst du liegen, du Faulpelz? Wann willst du die Augen auftun? Ja, schlafe noch ein wenig, schlummere noch ein wenig, leg' die Hände ineinander, daß du schlafest.
Wie ein Räuber wird die Armut dich überfallen und wie ein bewaffneter Feind der Mangel.
Schlafe, schlafe ...
(Sprüche 6,9-11)
7. Der Faule spricht:: ein Löwe ist draußen, wenn ich hinausgehe, so frißt er mich.
(Sprüche 22,13)
8. Geh' hin zur Ameise, du Fauler. Sieh, was sie tut und werde klug. Sie hat keinen Chef und keinen Antreiber, niemand kontrolliert sie, und dennoch bereitet sie Speise im Sommer und sammelt ihr Brot in der Ernte.
Geh' hin und sieh!
(Sprüche 6,6-8)
9. + 10. Lieber auf dem Schornstein schlafen, als ein gemeinsames Haus mit einer zänkischen Frau.
(Sprüche 19,14)
11. Haus und Habe kann man von den Vätern erben. Eine verständige Frau aber kommt direkt von Gott.
(Sprüche 19,14)
12. Ein Narr, wenn er schweige, würde als weise gelten und als verständig, wenn er das Maul hielte.
(Sprüche 17, 28)
13. Wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen, so ist ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit.
Eine gute Antwort ist wie ein Kuß auf die Lippen.
(Sprüche 25,11 + 24,26)
Musik: Hans Georg Lotz (Erstaufführung)
III
Ecce tu pulcher es, dilecte mi, et decorus. Lectulus noster floridus, tigna domorum nostrarum cedrina, tigna domorum nostrarum cedrina, laquearia cupressina. Ego flos et lilium cinvallium.
Musik: G. P. da Palestrina
Wem ein tugendsam Weib bescheret ist, die ist viel edeler, denn die köstlichen Perlen. Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln. Sie tut ihm Liebs und kein Leid sein lebelang.
(Sprüche 31 ,10-1 3)
Musik: Johann Hermann Schein: lsrealbrünnlein 1623
Harras, der Freund von Jung und Alt
Foto: D. Frankenstein
Familienurlaubsseminar KDA, Oldenbg. / Herr Brombach
(31 Teiln., 26.3-30.3.)
An diesem Seminar nahmen 12 Erwachsene und 16 Kinder teil. Die Kinder wurden durch 2 Betreuerinnen versorgt. Der Seminarleiter war Rüdiger Brombach vom KDA Oldenburg.
In der wohlbekannten Abgeschiedenheit des Ahlhorner Blockhauses wurde zum wiederholten Male ein Seminar durchgeführt. Diesmal hieß das Thema:
"Kinder-Haushalt-Beruf"
Wie schaffe ich das?
Die Ruhe und die Verbundenheit mit der natürlichen Umwelt führte bei den Teilnehmern zu einer inneren Harmonie und Ausgeglichenheit. Somit waren neben den Gruppengesprächen auch tiefe, die Persönlichkeit berührende Gespräche möglich. Dies wurde verstärkt durch die kurzen intensiven Begegnungen mit den eigenen Kindern, die losgelöst vom Alltag und den Zwängen der häuslichen Umgebung immer Neues entdeckten. Dank zu sagen an die Kinderbetreuung ist auch Zweck dieses Berichtes, denn indem die Kinder ohne die elterlichen Zwänge das Blockhaus und dessen Umgebung erforschten, war es möglich, das sich Eltern und Kinder im neuen Licht sahen.
Die behandelten Themen reichten von persönlichen Einzelproblemen, die in kleinen Gruppen ausgesprochen wurden, bis zu globalen Gesellschaftsproblemen. Indem von persönlichen Problemen zu den größeren übergegangen wurde, konnten die inneren Spannungen der Teilnehmer gelockert werden, da erkannt wurde, daß der Einzelne nicht nur alleine Probleme hatte. Es wurde klar erkannt, daß die Probleme der Alleinerziehenden im Grunde allgemeine Probleme der Gesellschaft sind. Sie treten zwar durch die besondere Situation der Alleinerziehenden verstärkt auf, aber sie können verallgemeinert werden.
Bevor jedoch die allgemeinen Probleme diskutiert wurden, ist das Verhalten von Mann zu Frau in der Familie zu klären, denn nur aus dem Verständnis des Miteinanderumgehens von Mann und Frau ist das Verhalten in der Arbeitswelt zu verstehen.
Das traditionelle Rollenverhalten bestimmt, daß die Frau für die Familie sorgt und der Mann ins feindliche Leben hinaustritt. Somit hat sich der Mann in der Familie die führende Stellung erobert, welche er auch in der Arbeitswelt beansprucht. Diese führende Stellung versucht der Mann zu halten, indem er durch sein Verhalten (Nichtentlastung der Frau im häuslichen Bereich) die Frau an Fortbildung hindert, und in der Arbeitswelt bei gleichen Voraussetzungen immer noch der Mann bevorzugt wird. Hier sind die führenden Leichtlohngruppen, Beförderungshindernisse usw. zu nennen. Die Frau wird leider immer noch als Arbeitsreserve behandelt, die nur bei Bedarf aktiviert, wird. (Klaus Wernke)
Wehrmediz. Arbeitstagung / Dr. Demmer
(33 Teiln., 14. 6-16. 6.)
Sehr geehrter Herr von der Dovenmühle,
im Namen eines jeden Einzelnen meiner 30 Truppenärzte möchte ich Ihnen noch einmal ausdrücklich versichern, daß wir uns während unserer Arbeitstagung vom 14. - 16. 6. 1983 im Blockhaus Ahlhorn wohlgefühlt und die beschauliche Umgebung genossen haben. Bedanken darf ich mich für Ihre erklärenden Worte zur Geschichte des Blockhauses und zur Entwicklung dieser reizvollen Landschaft. In unserer von Umweltschäden gekennzeichneten Zeit muß es jeden mit Freude und Optimismus erfüllen, der an einem Ort wie dem Blockhaus Ahlhorn erleben durfte, wie es dem Menschen gelungen ist. auch einmal segensreich auf die Natur einzuwirken.
Unser ganz besonderer Dank gilt Ihren stets freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiterinnen, die uns so aufmerksam umsorgt haben. Für eine Tagung, bei der es wesentlich um den ungestörten Gedankenaustausch und die Vertiefung fachlicher Kenntnisse geht, konnten die Umstände nicht besser sein. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, daß Sie auch mit uns zufrieden waren. Ihnen wünsche ich für die Zukunft noch gute Gesundheit und viel Freude mit Ihren Gästen.
Mit herzlichen Grüßen
Dr. Demmer
Oberstarzt
Lebenshilfe, Burgdorf / Frau von Bodenhausen
(45 Teiln., 13. 7.-23. 7.)
Ahlhornlied gedichtet von der Behindertengruppe der Lebenshilfe Burgdorf.
Melodie: "Kein schöner Land in diese Zeit."
1.) Kein schöner Land hier weit und breit
Als Ahlhorn mit den Seen und Wald,
wo wir wandern und rudern, schwimmen zu jeder Zeit.
2.) Wir hatten wieder sehr viel Freud
bei Spiel und Sport warn alle dabei,
die Vöglein sangen, die Fische sprangen zu jeder Zeit.
3.) Nun heißt es Abschied nehmen in diesem Jahr,
die Sonne schien gar viele mal
wir danken allen, es hat gefallen uns allen sehr.
Blick vom Anlager auf den Helenensee
Foto: R. Gramatzki
Soldaten, Oldenburg 1 / P. Bunnemann
(27 Teiln., 4.10.- 5.10.)
Die Rüstzeit vom 4. - 5. Oktober 1983 im Blockhaus Ahihorn für die Unteroffiziere des Luftwaffenversorgungsregiments 6 stand unter dem Thema: ,Moderne Menschenführung".
Der Dipl-Psychologe Dr. Horst Nutzmann stellte die neuesten Erkenntnisse in der Führungsforschung und im Managementtraining dar.
Das Führungsverhalten muß dem Reifegrad des Geführten entsprechen, es sollte auf ein Wachsen des Reifegrades (Verantwortung, Motivation, Daseinsfreude) ausgerichtet sein. Anzustreben ist ein aufgaben- und mitarbeiterbezogener Führungsstil, bei dem der Verantwortliche je nach Reifegrad des Untergebenen informiert, überzeugt und teilnehmen läßt und Aufgaben abgibt,
Beim gemütlichen Herrenabend am Kamin im Ankerkeller förderte ein wesentliches Element zur Erlangung eines höheren Reifegrades, nämlich die Daseinsfreude: Prost!
(lateinisch prosit = es möge euch nützen!).
(Teilnehmer)
|