Zur Startseite (sollten Sie diese Seite ohne Menürahmen sehen, bitte hier klicken!)1983: Blockhausbrief Nr. 27

Inhalt:

Titelseite
Zum Geleit
Zeit-Zeichen
Erläuterungen zum Gottesdienst am 25. September 1983
Zum Gottesdienst am 10. Juli 1983
"Der Moment, da die Liebe in die Welt kam"
Menschen im Evangelischen Jugendheim Blockhaus Ahlhorn
So kam ich ins Blockhaus
Mit Götz Maltusch in den ersten Nachkriegsjahren in Ahlhorn
Erinnerungen von Dorothea Orth
Frühe Erinnerungen an das Blockhaus Ahlhorn
Schöne Vergangenheit
Erinnerungen an Freizeit für Jungen im Januar 1947
Blockhaus Ahlhorn 1948
Unsere Freunde in Ahlhorn
Mädchenfreizeit im Blockhaus im Juli 1947
Masuren im Oldenburger Land
Erinnerungen an das Blockhaus aus dem Jahre 1947
Oldenburger Jugendkulturbund im Blockhaus
Erinnerungen an das Blockhaus
Erinnerungen nach 35 Jahren
Singefreizeit im Blockhaus Ahlhorn 24./25. April 1948
Die Schwalben im Blockhaus
Liebe Blockhäusler - Weihnachtsgrüße einer Praktikantin
Kurzbeiträge der Gäste zwischen dem 1. Januar 19 und 31. Dezember 1983
 
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Unsere Freunde in Ahlhorn.

Wir waren zu dreizehn. Ich höre schon, ihr sagt: "Das ist eine Unglückszahl!" Wir haben nichts davon gemerkt. Eigentlich waren wir auch immer viel mehr als 13 Gefährten. Ich meine jetzt aber nicht die Jungen und Mädchen aus Tossens, die auch drei Tage in Ahlhorn waren. Nein, wir hatten noch viele, viele andere Spielkameraden! Seht - jetzt machen selbst die ein verdutztes Gesicht, die mitgewesen sind!

Fragt sie aber einmal, was aus unserer Schnitzeljagd geworden wäre, wenn nicht die Bäume und Büsche, das kleine Flüßchen Lethe und die dunklen Schleichwege durch die Kiefernschonungen mitgemacht hätten? Die beiden Eichen waren ebenso wichtig, wie jeder andere von uns. Auf ihnen konnten wir bequem sitzen und den Lethebruch beobachten. Als Brücke über das Flüßchen haben wir eine Birke gefunden, die bis zum anderen Ufer hinüberhing. Wie wären wir wohl ohne sie auf die andere Seite gekommen? Wir hätten auch das große Farngebüsch nie gefunden, das auch erst mitspielen sollte.

Unsere Meuterer säßen vielleicht heute noch auf ihrer Insel, wenn das dichte Schilf sie nicht an das andere Ufer getragen hätte. Und wie war Pock böse, als wir nicht glauben wollten, daß er oben in der hohen Kiefer auf der Feuerinsel gewesen war! Dabei hatten wir es ganz genau gesehen; wir wollten ihn nur etwas ärgern.

Einer unserer besten Kameraden aber war der große Kahn auf dem Fischteich. Wir haben ihn zum Ozeandampfer gemacht, mit Steuerbord und Backbord. Unsere vornehmsten Fahrgäste waren Gräfin Maria von Sosna und Baronin Marianne von Lübken. Maria mochte erst gar nicht mitfahren!

Na, ihr wißt jetzt, wer noch alles zu uns gehörte? Fritz wird sicherlich an die Brombeerbüsche denken und Gerd an die Kronsbeeren, die aussehen wie rote Bickbeeren. Und wer lag unterm Faulbaum?

Heinz Ahlers hat nachts im großen Saal ein Gespenst gesehen, und der andere Heinz ist mit seinem quietschenden bett umgekippt.

Josef fand im Walde einen Kaiserwulstling und eine Ziegenlippe. Auch sie gehören zu unseren neuen Freunden aus Ahlhorn, wie die Lärchen und Fichten und das rotbraune Heidekraut. -

Ihr wißt nicht, was das alles ist: Kiefernschonung und Ziegenlippe, Backbord und Steuerbord u. s. w.? Fragt die Mitfahrer! Wer keine gute Antwort gibt, muß beim nächsten Mal zu Haus bleiben. -


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