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So kam ich ins BlockhausRolf von der Dovenmühle Anfang 1947 hatte Oberkirchenrat Dr. H. Ehlers mich kennengelernt. Er fragte mich, ob ich "Nachfolger" von Carl Röver werden wollte. Das Blockhaus kannte ich nicht. Ich hatte wohl erfahren, daß aus dem Gaukameradschaftsheim ein Evangelisches Jugendheim geworden war. Am 10.Juli 1947 war es soweit. Der Landesjugendpfarrer Götz Maltusch brachte mich zum Blockhaus. Ganz wohl war mir nicht, als wir um den Helenensee zum Blockhaus fuhren und ich auf der anderen Seite des Sees die Häuser liegen sah. Das Herz hätte mir höher schlagen sollen! Wovor fürchtete ich mich? Es war die Verwaltung, die ich mit übernehmen mußte. Sie ist mir zeitlebens ein Greuel geblieben. Tröstlich war für mich die Erinnerung an ein Gespräch mit dem damaligen Marinedekan Friedrich Ronneberger aus Wilhelmshaven. In der Offiziersmesse des Wohnschiffes "Helgoland" des deutschen Minenräumdienstes in Cuxhaven saß ich beim Mittagessen neben ihm. Beim Nachtisch fragte er mich, ob er mich abends in meiner Kammer an Bord besuchen dürfe. - "Wenn möglich, machen Sie einen guten Tee!" - Der Tee schmeckte ihm wohl. Schließlich kam heraus, warum er in meine Kammer gekommen war: "Mit meinem Freund, dem schwedischen Grafen Bernadotte, plane ich bei der Lütetsburg, in Ostfriesland, ein Erholungsheim für heimkehrende Soldaten, die ihre Familien noch nicht gefunden haben. Die Heimleitung habe ich schon zusammengestellt. Wer noch fehlt, sind Sie als Heimleiter. Als ich erwiderte, ich hätte doch keine Erfahrungen" sagte er mir: "Das können Sie! Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Christliche Haltung, ein bißchen Handelsmarine und ein bißchen Kriegsmarine." - Er war von nun an mein väterlicher Freund. - Die Engländer lehnten damals dieses Projekt ab. Er beschwor mich aber, immer wieder abzuwarten. In meinem neuen Beruf müsse ich etwas mit Menschen zu tun haben. Daran erinnerte ich mich, als ich mit "kleinem Gepäck" in ein kleines Zimmer über dem jetzigen Blockhaussaal einzog. Meine Frau und die Kinder folgten einen Monat später. Wen fand ich im Blockhaus vor? Das Ehepaar Thadewald, Frau Glamm, Georg Glamm, Opa Zacharias und einige weitere Mitarbeiterinnen. Überrascht und ungläubig betrachtete man mich jungen Mann von 32 Jahren. "Der soll mit seiner Frau die Leitung des Heimes übernehmen? Das wird wohl nicht gutgehen!" Daß es gutging, verdankte ich damals meiner Frau. Ich ging ins Büro, setzte mich an den Schreibtisch und rief meinen väterlichen Freund, Friedrich Ronneberger, an und meldete mich als Heimleiter. Er freute sich mit mir darüber: "Lieber Leutnant" so redete er mich an, "vor einem Jahr hätte ich ihnen aus Beständen der Marinewerft für den neuen Anfang Geschirr, Töpfe, Pfannen, Bettwäsche und Handtücher zu Füßen legen können." Er half trotzdem auf Grund seiner guten Beziehungen. Auch schickte er einen Spruch, der später zum Blockhausspruch geworden ist. Er hängt im Original im großen Saal neben der Küche: "Gottes sind Wogen und Wind. In Kurzform: Gott hilft dem Seemann, aber steuern muß er selber. Das war fortan meine Devise. Der Vers stammt aus einem längeren Gedicht von Will Vesper, und Paul Ruppel vertonte ihn zu einem Kanon, im Sommer 1954. Fritz Gieske aus Oldenburg gestaltete ihn graphisch.
Vor dem Kamin der Jungenburg 1949 |
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