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Vor 37 JahrenMädchenfreizeit im Blockhaus im Juli 1947L. Burghause Damals erhoben wir die Häupter vom jahrelangen Kriegs- und Nachkriegsalltag: die erste Reise wurde möglich, und das durch die Hilfe unserer Kirche! Gespannt auf alles Neue und schon unterwegs froh um die Gemeinschaft der Jugendgruppe, reisten wir mit dem Zug von Varel nach Ahlhorn. Frau Pastor Kollmann begleitete uns, und in Oldenburg stiegen Frau Harbsmeier und noch eine junge Helferin zu. Vom Bahnhof Ahlhorn bis zum Blockhaus mußten wir unsere schöne Ferienfreizeit "verdienen". Was nun folgte, war eine einmalige Erholungszeit für Leib und Seele, und viele bunte Bilder daraus sind mir bis jetzt in lebhafter Erinnerung geblieben. Die bezaubernde Seenlandschaft, das milde Geestklima, darin eingepaßt das stilvolle Blockhaus - all das löste sofort eine befreiende Stimmung bei uns allen aus. Hinzu kam, daß wir die gesamten 14 Tage mit dem schönsten warmen Sommerwetter gesegnet wurden. Unser Programm war vielseitig. Bibelstunden, Singstunden, Spiele, Spaziergänge, Unterhaltungsabende und Baden. Wir schliefen alle in einem großen Schlafraum auf Matratzenlagern. Sie waren bezogen mit großen, schönen weißen Leinentüchern, zum Zudecken hatten wir Wolldecken. Für uns eine imponierende Schlafstätte, so ganz anders als zu Hause. Verständlich, daß unsere Helferinnen es oft abends nicht leicht hatten, das Geschnatter vor dem Einschlafen zum Stillstand zu bringen! Zwei ganz verwegene Genießer der Seenromantik konnten es sich nicht verkneifen, nachts 12 Uhr zu einer Ruderpartie im Mondschein zu starten oder um 4 Uhr morgens zu einem Bad im nebelumwobenen Helenensee zu schleichen. Und dann das Essen! Wir bekamen satt, soviel wir wollten. Es gab oft amerikanische Schulspeisung in Form von Suppen, Eintopf, Milchsuppen. Uns schmeckte das herrlich, wir aßen mit dem Appetit der 15-Jährigen um die Wette (Bestleistung: 12 Teller Milchsuppe). Ich habe vergessen, welche Themen in den morgendlichen Bibelstunden behandelt wurden. Ich erinnere mich nur noch, wie gerne wir sie morgens mitmachten und es viel schöner fanden, morgens frisch nach dem Frühstück in der Bibel zu studieren als zu Hause abends. Wir lernten viele neue Lieder und Kanons, zum Teil im Tagesraum bei Singstunden oder auch draußen auf Spaziergängen oder in der Runde am See. Hautnah empfanden wir die Verse vom Lied: "Hinunter ist der Sonnenschein . . .", wenn am See die Sonne verschwand und die Nebel aufstiegen. ![]() Schülerzeichnung |
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