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Oldenburger Jugendkulturbund im BlockhausProf. Dr. Renate Riemeck "Den ‚Oldenburger Jugendkulturbund' habe ich 1947 ins Leben gerufen. Sein Name hatte nichts mit dem ‚Demokratischen Kulturbund' (in der DDR) zu tun, sondern mit dem Begriff ‚Jugendkultur', den ich aus der Reformpädagogik (Landerziehungsheime usw.) übernahm. Damals gab es viele Flüchtlinge unter den Schülern und Schülerinnen der Oberstufe. Ich war Studienassessorin an der Oldenburger Cäcilienschule, seit 1948 aber Dozentin an der Pädagogischen Hochschule. Wir hörten vom Blockhaus Ahlhorn und waren als Gruppe manchmal dort, zweimal im Sommer (mit schrecklich vielen Mücken!), aber herrlichen Abenden. Das Blockhaus war eine gute Sache, - nette, freundliche Verwalter, eine Jugendherbergsatmosphäre ohne Drill, aber von großer Bescheidenheit, wie es damals üblich war. Man konnte dort fröhlich sein, musizieren, spielen, singen - und den oft sehr, sehr grauen Alltag vergessen, der für viele aus dem ‚OTKB' (so nannte man uns) von den Sorgen der ‚Heimatvertriebenen' und ‚Ausgebombten' belastet war. In Oldenburg gab es damals zahlreiche ‚Neuzugewanderte' - und es war gar nicht so einfach, eine Gruppe zu bilden, in der ‚einer des anderen Last' trug. Die Wochenendaufenthalte im gastfreundlichen Blockhaus haben zu solcher Gruppenbildung viel beigetragen." - Frau Professor Dr. Renate Riemeck übergab uns damals viele Bücher. Sie liegen jetzt noch in den Bücherecken der Tagesräume aus. - |
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