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Erinnerungen an Freizeit für Jungen im Januar 1947P. Schmidt (Vielleicht mischen sich auch Erinnerungen an spätere Freizeiten darein).Bahnfahrt von Varel nach Oldenburg. Abgeholt von Lastwagen des englischen Militärs. Slalomkurs über die mit Sprenglöchern versehene Straße zum Teichgelände. Unterkunft in Militärzelten auf dem Sportplatz (gegenüber dem jetzigen Hüttenlager). Schlafen auf Feldbetten, (den meisten fehlte eine matratzenähnliche Unterlage). Unmengen von Mücken, nur in der Nacht, in der das große Lagerfeuer brannte, nicht. Morgendliches Waschen im See. Toiletten auf der Insel im Helenensee, über einen Damm zugänglich. (Im Farn eine Grube mit "Donnerbalken".) Die Leitung hat der Jugendpfarrer Götz Maltusch, Gentleman in gutsitzendem Anzug, wahrscheinlich aus einer Offiziersuniform umgearbeitet. Ein Opel-Kadett aus der Vorkriegszeit und ein Chauffeur stehen ihm zur Verfügung. Erzählt spannend aus der Zeit der bekennenden Kirche in Berlin. Unvergeßlich die Abendandachten im Kreis auf dem Platz zwischen Blockhaussaal und See. Der Kanon: "Alles ist eitel . . ." ist mir seitdem in Erinnerung und erinnert mich an diese Zeit und auch an Maltusch. Wichtig in einer Zeit noch immer unzureichender Ernährung die Mahlzeiten im großen Blockhaussaal. Neu für mich die wohlschmeckenden Flocken. Meine Freunde aus Varel und ich waren damals etwa 15 Jahre alt. Unter uns waren aber auch ältere Schüler, u.a. auch zwei Dänen. Das Zusammentreffen mit Jugendlichen anderer Nationalitäten war etwas ganz Neues. Grober Unsinn wurde auch damals schon getrieben. Auf dieser (oder einer späteren Freizeit) wurde nachts eine Wanne mit zum Wässern eingelegten Heringen oben durch den Kamin der Jungenburg gekippt. Unvergeßlich auch ein Geländespiel zur späten Abendzeit (ein Nacht-Geländespiel). Der "Schatz" war ein Marmeladenglas mit Leuchtkäfern. |
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