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Mit solchen Booten fuhr man in den fünfziger JahrenOase Blockhaus AhlhornElisabeth Krohn Ihr Brief hat mich sehr angerührt und viele Erinnerungen geweckt. Aber ob ich Ihnen zu Ihren Fragen helfen kann, weiß ich nicht. Sehen Sie, ich fand als Flüchtling im Jugendchor von Kurt Wiesemann eine menschliche Heimat wieder, die bei den vielen Aufenthalten im Blockhaus vertieft und gefestigt wurde. So ein Fleckchen Erde mit seinem Frieden und der landschaftlichen Schönheit wirken auf einen Menschen, der all das gerade verloren hatte, besonders stark. All die äußeren primitiven Zustände im Blockhaus in den Nachkriegsjahren (unbequeme Doppelbetten in kalten Räumen, primitive Waschgelegenheiten, Unterbringung in großen Zelten, der lange Fußweg vom Bahnhof Ahlhorn zum Blockhaus) - das alles und manch andere Unbequemlichkeit war ja völlig belanglos; im Gegenteil, es weckte und stärkte das Gemeinschaftsgefühl, die Einsatzfreude für den anderen, für das Allgemeinwohl. Daß wir in der Küche mithalfen, die Tische auf- und abdeckten, war selbstverständlich, und satt sind wir auch bei dem einfachsten Essen eigentlich immer geworden. Wissen Sie - nach all den Schrecken des Krieges waren wir "süchtig" geworden nach einem guten, sinnvollen Leben; auch nach Fröhlichkeit und Freude. Es waren Kräfte in uns wachgeworden, die in dieser "Oase" Blockhaus Ahlhorn aufbrachen, gefördert und gestärkt wurden und uns zu einem neuorientierten Lebensweg verhalfen. Aber nicht nur das Zusammensein in Jugendchor mit Kurt Wiesemann vermittelte uns diese Erfahrungen. Es waren auch die Zusammenkünfte mit Studenten, Professoren, Pastoren und dem pädagogischen Arbeitskreis, die uns beeinflußten, anregten und formten. Das musische Leben und der pädagogische Gedankenaustausch, dazu die starke christliche Ge- und Verbundenheit (K. Wiesemann, G. Orth, Oberkirchenrat H. Kloppenburg u.a.) - das waren wohl die Pfeiler, die tragenden Pfeiler unserer Tagungen in Ahlhorn. |
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