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Zum GeleitDie größte Bereicherung für das 1946 gegründete Ev. Jugendheim Blockhaus Ahlhorn ist die im Bau befindliche Kirche. Das neue, in den See gegenüber der Jungenburg hineingebaute Gotteshaus grüßt Sie gleich, wenn Sie durch das Haupttor zum Blockhaus kommen. Pfarrer Dieter Qualmann hat das Ziel der Bauplanung verdeutlicht: "Die Ausgestaltung der Kirche soll sich der Holzkonstruktion und der Intention ihres Architekten Professor Otto Bartning anpassen. Diese schlichte Holzkirche will - Geborgenheit vermittelnd - uns umfassen, zugleich soll an und in ihr deutlich werden, daß wir immer auf dem Wege sind, bestimmt zum Aufbruch. Wer war Professor Otto Bartning? Der Zweite Weltkrieg zerstörte fast alle seine Bauten: Wohnhäuser, Siedlungen, Krankenhäuser, Geschäfts- und Industriebauten. Aber 125 Kirchen in Deutschland, Holland, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und den Donauländern tragen in ihrem Grundstein den Namen Otto Bartning. Von 1926 - 1930 war er in Weimar Direktor der Staatlichen Bauhochschule, der Fortsetzung des "Bauhauses". 1932 schrieb Professor Otto Bartning folgende Sätze, als er nach vielen Jahren des Wartens, des Planens, der Reife und der Vollkommenheit endlich den Bau der Gustav-Adolf-Kirche in Berlin-Charlottenburg beginnen konnte: "Wer nicht den Taifun kennt, weiß vielleicht nichts von der Stille des Meeres. Wer nicht die Kompliziertheit unserer Tage an sich erfährt, weiß nichts von der Einfalt. Für diese Stille, für die in ihr ruhenden einfachsten Gewißheiten leben, ringen und sterben wir. Nach dem Kriege lehnte Bartning eine Berufung nach Argentinien, Staatsbauten zu errichten, ab, um sich dem Wiederaufbau in Deutschland und dem einzigartigen Unternehmen "Notkirche" zu widmen. Otto Bartning nennt seine vorgefertigten Notkirchen, die im folgenden Bericht beschrieben werden, Gemeindezentren. Unsere neue Kirche, "St. Petrus zu den Fischteichen", ist eine dieser unverwechselbaren Bauten. Otto Bartnings Werk sollte nicht vergessen werden. "St. Petrus" zu den Fischteichen.Ich erinnere mich noch an eine Besprechung, kurz nach der Währungsreform in unserem Wohnzimmer, zwischen dem damaligen Oberkirchenrat H. Kloppenburg und den Vertretern des Weltrates der Kirchen. Es ging darum, wieviel Notkirchen im Südteil der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, in der Diaspora, nötig wären. Die Flüchtlingsströme hatten auch diese Gebiete erreicht. Für diese Menschen sammelte die Missourisynode USA und andere kirchliche Einrichtungen große Beträge, um im zerstörten Deutschland das Gemeindeleben neu zu beleben. Mit Hilfe dieser Gelder wurden in Neckarsteinach nach Plänen des Architekten Otto Bartning serienweise Kirchen in Fertigteilen hergestellt und dann auch nach Südoldenburg transportiert. Sie waren so konzipiert, daß auch Veränderungen, die örtlich notwendig waren, vorgenommen werden konnten. Ein solcher Bau wird nun unsere Kirche, die sich wunderbar in das Blockhausgelände einfügt. Nachdem sie in Steinfeld (Südoldenburg) einem festen Bau Platz gemacht hat, soll sie nun hier in der Stille des Waldes die Blockhausbesucher zu den sonntäglichen Gottesdiensten und zur Meditation einladen. Als die neue Kirche in Steinfeld eingeweiht worden war, hat Kirchenbaurat F. Gerdsen dem Oberkirchenrat vorgeschlagen, die Notkirche auf die Blockhausinsel zu versetzen. Kreispfarrer Münnich und der Gemeindekirchenrat Steinfeld stimmten zu. So konnten wir im Sommer 1980 mit den Abbauarbeiten beginnen. Zimmermeister E. Muhle mit seinen Männern, Hausmeister E. A. Müller vom Blockhaus und viele unermüdliche Helfer bauten die Kirche am alten Standort ab und errichten sie wieder auf der Landzunge, in den See hineingebaut, gegenüber der "Jungenburg". Architekt P. Massow, früher freier Mitarbeiter des verstorbenen Landeskirchenbaurats D. Schelling, leitet die Arbeiten. Wir danken ihm dafür, daß er in den langen Jahren der Zusammenarbeit baulich immer den Blockhausstil gewahrt hat. Wann der erste Gottesdienst in unserer Kirche gehalten werden kann, läßt sich noch nicht sagen. Im Berichtsjahr kamen 13.959 Gäste an 46.814 Verpflegungstagen hierher. Allen Mitarbeitern In unserem Hause sind wir für ihren treuen und selbstlosen Einsatz dankbar. Wie oft konnten wir und darüber freuen, wenn die Gäste das freundliche Verhalten der Mitarbeiter lobten. Dank der eingegangenen Spenden konnten zwei neue Boote angeschafft werden. Unsere Mitarbeiterin, Frau Otte, taufte das Boot Nr. 9 auf den Namen "Rotauge", Boot Nr. 10 trägt den Namen "Stör": Friedrich Osterloh, der manches Boot der Blockhausflotte baute, entdeckte es irgendwo an der Unterweser. Zusammen mit den Gästen danken wir den Spendern recht herzlich! Die nächsten Spendengelder sind gedacht für die Ausgestaltung unserer Kirche:
Hinter der Jungenburg Der Leitartikel stammt wieder von Oberkirchenrat i. R. Höpken. Freunde des Blockhauses berichten nochmals über den Verlauf und die Erfahrungen früherer Rüstzeiten und Tagungen. Wir danken allen dafür. In diesem Blockhausbrief berichten wir über die Entstehung des Blockhauses. Es ist kaum bekannt, wie die ersten Gebäude auf der Blockhausinsel entstanden sind und welchem Zweck sie dienten. Blockhaus, im Juli 1981
Ihre Heimeltern |
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