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Zauberwort AhlhornH. Paulo Immer, wenn wir in unserer Gemeinde eine Fahrt nach Ahlhorn ankündigen, wirkt es wie ein Zauberwort. Solche Fahrten finden stets Zustimmung und Begeisterung bei den Jungen wie bei den Alten und auch beim Chor. Vor 32 Jahren bin ich zum ersten Mal im Blockhaus gewesen. Mit dem Fahrrad hatte ich eine Ausflugstour unternommen und war bis zum Bahnhof Ahlhorn gelangt. Die weiterführende Straße nach Cloppenburg sah so einladend aus, daß ich mich entschlossen hatte, noch ein Stück weiterzufahren. Aber bald fand ich ein kleines weißes Schild am Straßenrand, auf dem nur das eine Wort stanb: "Blockhaus". Sieben Jahre zuvor hatte ich als Soldat in Oldenburg von einem Kameraden etwas davon gehört, und es reizte mich, dieses Blockhaus doch einmal kennenzulernen. Ich fuhr den wunderschönen Waldweg von ca. 6 km zum Blockhaus und war begeistert von dem herrlichen Wald und den vielen Teichen, an denen man unterwegs vorbeikam. Das Blockhaus selbst sah noch etwas mitgenommen aus von Verwüstungen und Plünderungen, die es wohl nach dem Zusammenbruch erlitten hatte. Vor dem Haupthaus stand eine fröhliche Schar von Jugendlichen, in ihrer Mitte der Heimleiter Herr von der Dovenmühle. Die Landschaft, das Blockhaus und die Freundlichkeit und Herzlichkeit, die mich empfingen, bezauberten mich selbst vom ersten Augenblick an. Bald war ich auch mit einer Jugendgruppe dort zu Gast. Anfangs hatte es wohl noch etwas Schwierigkeiten gegeben mit der Einrichtung und mit dem Kochen. Aber jedes Mal, wenn ich wiederkam, gab es etwas Neues und war irgendwie Verbesserung festzustellen. Die Anlage von Wegen, Anpflanzungen von Blumen und Sträuchern, verbesserte Einrichtungen, stilvolle Tagesräume und schließlich der Neubau von weiteren Blockhäusern, die sich alle harmonisch in das Ganze einfügten, überraschten uns immer wieder. Wenn man gedacht hatte: nun ist alles perfekt und vollkommen, so fanden wir doch wider Erwarten beim nächsten Mal noch etwas Neues und Besseres. In allem, was geschaffen wurde, spürte man den Geist und die Hand des Heimleiters, spürte man Geschmack und Stilempfinden und Gestaltungswillen. Um dieses Jugendheim habe ich die Oldenburgische Kirche immer beneidet. In Bremen haben wir nicht dergleichen. Ein Jugendheim im Norden unserer Stadt ist zu dicht am Stadtrand gelegen, und weil das Gebäude eine alte Villa aus der Gründerzeit ist, fühlen sich die Jugendlichen dort nicht sowohl, wie in dem wunderschönen Blockhaus. Dieses Neiden geschieht allerdings mit Freuden; wir gönnen der Oldenburgischen Kirche von Herzen dieses Juwel, und wir sind ja selbst oft in den Genuß eines Aufenthaltes dort gekommen. Hinzu kommt noch, daß unsere Gemeinde im Südwesten von Bremen liegt an der Ausfallstraße in Richtung nach Wildeshausen, die ja dann weiterführt nach Ahlhorn. So war uns gewissermaßen schon die Richtung dorthin gewiesen. Gern werden wir auch in Zukunft dort immer wieder hinfahren und alle Bestrebungen fördern, die dieses Blockhauserhalten wollen. Übrigens bin ich nicht der Einzige, der eine solche Begeisterung für dieses schöne Heim har. Alle Leute, die jemals dort gewesen sind und mit denen ich gesprochen habe, teilten meine Begeisterung. Im Laufe der Jahre werden ja auch wieder die Wälder heranwachsen, die der Sturm 1972 so grausam zerstört hat. Aber in der unmittelbaren Umgebung des Blockhauses ist ja die alte Idylle erhalten geblieben. |
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