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Begegnungsstätte Kirche - SchuleW. Kramer Schon wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem damit verbundenen völligen Zusammenbruch Deutschlands fanden die ersten. Begegnungen zwischen der Oldenburgischen Landeskirche und der Schulbehörde des Präsidenten des Niedere. Verwaltungsbezirks Oldenburg mit ihren evangelischen Schulräten statt.
Wie überall in der Bundesrepublik Deutschland kirchliches, gesellschaftliches, wirtschaftliches und kulturelles Leben wieder in Gang kamen, so gab es auch im Bereiche der Zusammenarbeit zwischen der Kirche und dem Schulwesen neue verheißungsvolle Impulse. Vertreter des Ev.-luth. Oberkirchenrats, die mit der Einsichtnahme in den ev. Religionsunterricht beauftragten evangelischen Schulaufsichtsbeamten und die Professoren für Ev. Theologie an der Päd. Hochschule in Niedersachsen Abt. Oldenburg (heute: Universität Oldenburg) fanden sich in vom gegenseitigen Vertrauen getragenen Besprechungen zusammen, um Fragen des ev. Religionsunterrichts und andere gemeinsam berührende Probleme zu erörtern. Geistiger und geistlicher Mittelpunkt dieses Gesprächs-kreises war über lange Jahre hin bis zu seinem Übergang in den Ruhestand der inzwischen verstorbene, aber allen Gesprächsteilnehmern unvergessene Oberkirchenrat Dr. Hans Schmidt. Begegnungsstätte aber war und ist bis heute hin das Ev. Jugendheim Blockhaus Ahlhorn. In seiner Ruhe und Abgeschiedenheit in schönster Natur und in seiner immer wieder herzlichen Atmosphäre bereitet es allen Gesprächsteilnehmern die notwendige Einkehr und den in jeder Weise fördernden Rahmen für die menschliche Begegnung. Der Gesprächskreis hat inzwischen eine wertvolle Ergänzung erfahren. In den letzten Jahren konnte Oberkirchenrat Professor Dr. Schäfer, der in menschlich feiner Weise die Tagungen leitet, auch die im alten Landesteil Oldenburg tätigen katholischen Schulräte mit dem Vertreter des Bischöflich Münsterschen Offizialate in Vechta - Offizialatsrat Jung -ebenfalls willkommen heißen. Vertreter der beiden Kirchen, Hochschullehrer für ev. und kath. Theologie und die Schulaufsichtsbeamten beider Konfessionen mit ihrem Schulabteilungsleiter treffen sich also, um gemeinsam an einem Bibeltext zu arbeiten, über die heute eher noch größer gewordenen Probleme des Religionsunterrichts und seiner Lehrer nachzudenken und über die notwendige innere Gestaltung des Schulwesens brüderlich miteinander zu sprechen. Es gibt keinen Gesprächsteilnehmer, der nicht Anregung, Bereicherung oder manchmal auch Trost empfangen hätte! Seit dem 1.2.1978 sind die drei ehemaligen Regierungsbezirke Aurich, Oldenburg und Osnabrück im Zuge der nds. Bezirksgebietsreform de jure zum Regierungsbezirk Weser-Ems zusammengefaßt worden; seit dem 20. 2. 1979 nimmt die Schulabteilung von Osnabrück aus die Aufsicht und die Betreuung des Schulwesens wahr, während die übrigen 4 Abteilungen am Standort Oldenburg zusammengefaßt sind oder noch werden. Wird es für die Schulräte beider Konfessionen im ehemaligen Verwaltungsbezirk Oldenburg nun noch Zusammenkünfte mit den Vertretern ihrer Kirchen im Blockhaus Ahlhorn (oder - im jährlichen Wechsel -bei einer Gegeneinladung durch die Kath. Kirche an einem anderen Ort im Oldenburger Lande) geben? Der einhellige Wunsch und Beschluß aller Gesprächsteilnehmer ging in der Tagung am 10. Januar 1979 dahin, daß diese Gespräche in der bewährten Weise und im vertrauten Kreise fortgesetzt werden. Damit bleibt das Ev. Jugendheim Blockhaus Ahlhorn Begegnungsstätte, Kirche und Schule. Es ist mein Anliegen, Herrn von der Dovenmühle und all seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sehr herzlich zu danken für die feine Betreuung und das Entgegenkommen bei den vielen zurückliegenden Gesprächskreisen. Wir alle freuen uns auf die nächsten Tagungen im Ev. Jugendheim Blockhaus Ahlhorn. |
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