Vorkommen der Schell- und Reiherenten
im Gebiet der Ahlhorner Fischteiche im Jahr 1977
Hermann Pichler, Ahlhorn
Schellente (Bucephala clangula)
Höchstzahl der Schellenten: 7 Erpel und 9 Enten.
Bruten: 2
Juv noch nicht flugfähig: 7
Verlust an Juv: 3
Juv flugfähig: 4
Als Vergleich hierzu die Zahlen von 1976
Höchstzahl an Schellenten: 11 Erpel und 11 Enten.
Bruten: 4
Juv noch nicht flugfähig: 31
Verlust an Juv: 10
Juv flugfähig: 21
Hierzu muß festgestellt werden, daß 1976 das bisher beste Ergebnis seit dem Beginn der Zählung im Jahre 1975 erzielt wurde. Die Aufzucht der Jungen durch die Altvögel schwankt in den einzelnen Jahren. Witterungsverhältnisse und Störungen (Waldkauz, Marder, Mensch) beeinflussen den Lebenslauf dieser Art entscheidend. Die Beobachtungen in den letzten Jahren ergaben, daß sich die durchschnittliche Anzahl der Paare auf sieben eingependelt hat. Die Brutversuche schwanken zwischen vier und sechs. Wenn in der Übersicht für das Jahr nur zwei Bruten erscheinen, so heißt das, daß diese beiden Bruten geschlürft sind. Verluste von Bruten in den Nisthöhlen werden nicht gezählt und gehen hauptsächlich auf das Konto von Mardern, vielleicht auch auf die Gattung "homo sapiens". Die Kontrolle sämtlicher Nisthöhlen im Herbst 1976 brachte viele Erkenntnisse über den Erfolg der Schellentenbruten. Über das gesamte Teichgebiet verteilt wurden für die Schellenten 36 künstliche Nisthöhlen, davon 16 aus Holz und 20 aus Holzbeton, aufgehängt. Sie werden von den Schellenten benutzt.
Reiherente (Aytha fuligula)
1977
Höchstzahl an Reiherenten: 52 Erpel und 48 Enten
Bruten: 6
Juv noch nicht flugfähig: 10
Verluste an Juv: 0
Juv flugfähig: 10
Als Vergleich hierzu die Angaben von 1976
Höchstzahl an Reiherenten: 49 Erpel und 42 Enten
Bruten: 5
Juv noch nicht flugfähig: 22
Verluste an Juv: 3
Juv flugfähig: 19
Hier sind keine so gravierenden Unterschiede wie bei den Schellenten festzustellen. Eine geringe Zunahme der erwachsenen Reiherenten und wahrscheinlich durch Witterungseinflüsse eine geringe Abnahme der Jungvögel.
Quelle: Jahresbericht 1977 OAO.
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