Zur Startseite (sollten Sie diese Seite ohne Menürahmen sehen, bitte hier klicken!)1978: Blockhausbrief Nr. 22

Inhalt:

Titel
Zum Geleit
Gedanken über Freundschaft
Aus der "Jungsteinzeit" der Studentenfreizeiten
Bücher und Bilder im Blockhaus
Milchsuppe und Maltuschkäse
Boote auf dem Helenensee
Von der Siedlungsgeschichte des Gebietes um das Blockhaus
Wasservoegel als Wintergäste
Besondere Beobachtungen... (Ornithologie)
Vorkommen der Schell- und Reiherenten...
Vikare und Theologiestudenten im Blockhaus Ahlhorn
Mehr theologische Erwachsenenbildung
Soldatenrüstzeiten Delmenhorst und Diepholz 1977
Soldaten und Familien - Gäste im Blockhaus Ahlhorn
Posaunenfreizeiten im Blockhaus Ahlhorn!
Kurzbeiträge der Gäste aus der Zeit vom 1.1.1977 bis 15.12.1977
 

Kurzbeiträge der Gäste
Zwischen dem 1.1.1977 und dem 15.12.1977


Konfirmanden, Varel-Obenstrohe / P. Jürgens
(43 Teiln., 9.2.- 13.2.)

Um das Thema "Taufe" mühten sich die Konfirmanden. Wir fingen an mit einem Spiel. Alle gehen mit einer Maske aus Alufolie im großen Saal umher. Die merkwürdigsten Gefühle entwickelten sich hinter der Maske. Aber alle verstanden nach dem Spiel und nach dem Schildern der eigenen Gefühle die Frage: Wer bin ich eigentlich und wie kommt mein Ich in Kontakt mit anderen? Intensiv wurde in Gruppen und im Plenum in den folgenden Tagen gearbeitet. Die Masken, die wir täglich tragen, so entdeckten die Jugendlichen, können wir da fallen lassen, wo wir angenommen werden. Taufe bedeutet, daß Gott uns in Jesus Christus vorbehaltlos annimmt. Zwei Liedstrophen, die in diesen Tagen entstanden sind, fassen alles zusammen:

Viele Menschen tragen Masken.
Sie verbergen ihr wahres Gesicht.
Tu nicht so, als wärst du unfehlbar!
Tu nicht so, als wärst du ganz groß!
Wirf die Maske weg,
Wir nehmen dich, wie du bist.
Ich trage oft eine Maske.
Ich verberge mein wahres Gesicht.
Ich tue so, als wär ich ein anderer.
Ich tue so, als wär ich nicht ich.
Ich werfe die Maske weg.
Gott nimmt mich, wie ich bin.

Jürgens


Konfirmanden, Sandkrug / P. Fricke
(29 Teiln., 19. 2.-20. 2.)

Im Frühjahr 1976 hatte ich die Möglichkeit, nach über 15 Jahren wieder ein Wochenende im Blockhaus zu erleben. In dieser Zeitspanne hat sich dort viel getan; neue Häuser kamen hinzu, doch was das Erfreulichste ist, immer im Charakter von Blockhäusern. So fügt sich alles harmonisch in die herrliche Seenlandschaft ein. Unsere Konfirmandengruppen aus Sandkrug waren zu Rüstzeiten mit meiner Frau und mir ins Blockhaus gekommen. Wir erarbeiteten gemeinsam das Abendmahlsverständnis unserer Kirche. Das Beisammensein an so einem Wochenende läßt die Gruppen viel intensiver arbeiten, als das im Alltag der Fall ist. Trotzdem kam aber auch die freie Zeit zu ihrem Recht: sehr schön waren die Abende am flackernden Kaminfeuer. Gruselig, doch interessant, empfanden die Jugendlichen die Nachtwanderungen. Viel zu schnell verging diese schöne Zeit und mit gemischten Gefühlen wurde der Bus erwartet, der uns alle wieder nach Haus, in den Alltag bringen sollte. - Im Spätherbst fanden wir uns dann wieder mit einer Konfirmanden-Gruppe zu einer Rüstzeit ein, die unter dem Thema stand: "Beten". Dieses Mal war die Landschaft um die Blockhäuser herbstlich vergoldet; eine gewisse Wehmut lag über den Seen. Trotz intensiver Arbeit war zwischendurch immer noch viel freie Zeit, die Gegend zu erkunden. So gut, daß zwei der Betreuer und eine Konfirmandin sich doch fast verlaufen hätten. Aber keine Angst, im weiten Umkreis kennt jeder "Das Blockhaus". Alle ließen wir uns auch an diesem Wochenende wieder von der guten Küche des Blockhauses verwöhnen. Tischdienst war Angelegenheit der Gruppe. Auch hier bewahrheitet sich: Übung macht den Meister.

Viel zu schnell verging auch dieses Wochenende und ich glaube, die Jugendlichen kehren alle gern mal wieder zum Blockhaus zurück.

Fricke


Klassentagung, Oldenburg / Frl.Schumacher
(26 Teiln., 4. 3.- 6. 3.)

Nach dem Kaffeetrinken erledigten wir Organisatorisches und machten Freizeit zum Kennenlernen der Umgebung. Wir hatten kein spezielles Thema, weil das entscheidende Motiv der Schüler für die Wochenendtagung eine Verbesserung der Klassengemeinschaft durch gemeinsame Freizeit war. Außerdem hatten sich die Problembereiche Elternhaus und allgemeine Freizeitgestaltung an mehreren Vorbereitungsabenden mit den Schülern und dem Klassenlehrer ergeben. An diesem Problembereich hatten wir ein Thesenpapier vorbereitet, das wir nach dem Abendessen in Kleingruppen besprachen. Die Gruppen bildeten sich nach dem Zufallsprinzip und es fanden auch private Gespräche statt.

Trotzdem zogen sich danach die Cliquen in ihre Zimmer zurück, was die Situation der Klasse widerspiegelte. Darauf versuchten wir am nächsten Morgen durch nonverbale Spiele wie blindes Vertrauen, Marktplatzsituationen und Kommunikation mit Händen einzuwirken. Das schien aber eine Überforderung der Schüler zu sein, zum einen haben wir unser Lernziel nicht ausreichend dargestellt, und zum anderen waren die Umgangsformen so ungewohnt, daß die Schüler dabei Schwierigkeiten hatten. ("Was soll das?", "Kindisch", "Versuchskaninchen".)

Am Samstagnachmittag wollten wir mit Hilfe des "Freizeitspiels NASA" Freizeitverhalten diskutieren, was aber mißlang, weil wir mit dem Spiel eine andere Institution als die vorgegebene verbanden. (Versagen der Teamer durch mangelnde Vorbereitung des Spiels) Trotzdem wurden vereinzelt Freizeitprobleme diskutiert. Nach dem Abendessen kamen wir noch einmal zusammen, um die Spiele des Vormittags und des Nachmittags zu besprechen. Dies fand in zwei Gruppen statt, was genau die Spaltung der Klasse widerspiegelte. Während die eine Gruppe ab sofort Freizeit wünschte, war die andere Gruppe durch das Gespräch motiviert, in Richtung "Gruppendynamik" weiterzumachen, wobei die Problematik dieses Themas wohl bedacht wurde. Danach feteten wir und es fanden noch intensive Gespräche statt. Leider wurde am Schluß zu viel mitgebrachter Alkohol getrunken.

Sonntagmorgen startete erst einmal die große Aufräumaktion. Durch Müdigkeit und Abgeschlafftheit kam ein angesetztes Plenum nicht zustande und so klang die Tagung mit Freizeit aus.

Trotz inhaltlichem, thematischem Unwohlgefühl der Teamer empfanden die Teilnehmer die Tagung als positiv wegen der stattgefundenen Gruppenprozesse, (z. B. Interpretation des Lehrers, Besprechung von Außenseiterpositionen, die wir aber nicht näher erklären wollen, da sie den Rahmen dieses Berichtes sprengen würden). Abschließend wäre noch zu bemerken, daß einzelne Teilnehmer mit Teamern am Sonntagnachmittag zum Klönen in Oldenburg zusammenblieben.

Frl. Schumacher


Krankenpflegetagung, Oldenburg / Frau Morenz
(22 Teiln., 12. 5-14. 5.)

Vom 12. - 14. 5. und vom 27. - 29. 10. 1977 trafen sich jeweils etwa 20 bis 25 Mitarbeiter aus dem Pflegedienst des Evangelischen Krankenhauses zu Arbeitstagungen im Blockhaus Ahlhorn.

Während dieser zweitägigen Veranstaltungen wurden Themen, die die medizinischen Fachgebiete betrafen, in Form von Referaten für die Mitarbeiter dargeboten. Außerdem erarbeiteten die Teilnehmer Arbeitsrichtlinien für bestimmte Aufgaben, die in der Pflege durchgeführt werden und im Krankenhaus einheitlich durchgeführt werden sollen. Damit diese einheitliche Durchführung gewährleistet ist, gibt es im Haus selbst Informations-Akten. Ein Teil der Merkblätter für diese Akten wird jeweils in Gruppenarbeiten und einer anschließenden Plenumsdiskussion erstellt. Weitere Themenkreise waren Organisation im Pflegedienst und Verhalten von Mitarbeitern (Psychologie). Für diese haben wir bisher immer Dozenten gefunden, die bereit waren, in Referaten, Diskussionen und Rollenspielen mit uns zu arbeiten. Es wurden dabei die bestehenden Verhältnisse aufgezeigt und nach Möglichkeiten der Verbesserung gesucht.

Abends am Kamin trafen sich die Teilnehmer dann zu Informationsgesprächen. Dabei stellte sich heraus, daß es eine ganze Menge Mitarbeiter gibt, die sich untereinander nicht kennen und die es sehr begrüßten, jetzt am Kaminfeuer und einem Gläschen Punsch Gelegenheit zu haben, sich kennenzulernen. Die Zusammenarbeit innerhalb des Krankenhauses ist durch diese Veranstaltungen erfreulicher geworden, die Bereitschaft, sich untereinander zu helfen, größer. Man kennt den Nachbarkollegen und ist dadurch auch einmal bereit, in Notsituationen bei ihm einzuspringen.

Wir hoffen, daß wir weiterhin die Möglichkeit haben, unsere Tagungen durchführen zu können und auf diese Weise die Zusammenarbeit und Arbeit im Pflegedienst zu verbessern.

Christine Morenz


Tagesbildungsstätte, Seghorn / Frau Hilbrink
(17 Teiln., 15. 5-17. 5.)

Aus der Tagesbildungsstätte für geistig behinderte Kinder in Seghorn fuhren wir in diesem Jahr zweimal ins Blockhaus Ahlhorn, um dort unsere Ferienfreizeit zu verleben.

An der ersten Freizeit im Mai nahmen 14 Kinder im Alter von 7 bis 16 Jahren mit drei Betreuern teil; und an der zweiten Freizeit im August waren wir auch mit 14 Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren und vier Betreuern dort. Beide Male waren wir räumlich gut untergebracht, so daß die Kinder sich sehr schnell an die neue Umgebung gewöhnen konnten. Bei beiden Freizeiten konnte man Erfolge im lebenspraktischen und sozialen Bereich feststellen.

Im Blockhaus Ahlhorn wird erwartet, daß die Kinder bei einigen lebenspraktischen Dingen mithelfen. (Räumlichkeiten sauber halten, Tische decken, Essen auftragen, Geschirr abtrocknen.) Diese Tätigkeiten wurden weitgehend von den älteren Kindern übernommen, die dadurch auf diesem Gebiet gute Fortschritte machen konnten. Dabei entstand auch guter Kontakt zu anderen Jugendlichen, die zur gleichen Zeit in Ahlhorn waren. Unsere Kinder fielen beim Küchendienst zwischen den anderen Gruppen nicht besonders auf, sie schafften ihre Aufgaben ebenfalls.

Die schmackhafte, abwechslungsreiche Kost bekam allen Kindern sehr gut. Für einige jüngere Kinder war es eine anfänglich nicht ganz leichte Erfahrung, daß auf die besonderen Ernährungsgewohnheiten keine Rücksicht genommen wurde. Gerade diese Kinder essen nach der Freizeit viel mehr verschiedene Gerichte.

Es wurden täglich Wanderungen in die nähere Umgebung unternommen, wobei sich gute Möglichkeiten für naturkundliche Beobachtungen ergaben. (Rotwild, Käfer, Frösche, Ameisen, Vögel und die Versorgung der Fische in den Teichen). Ein besonderes Erlebnis war für die Kinder eine Nachtwanderung.

Für das Spiel am Wasser stand uns ein großes Ruderboot zur freien Verfügung. Auch ängstliche Kinder hatten am Ende der Freizeit ihre Scheu vor einer Bootsfahrt verloren. Einige ältere Kinder beherrschten schon bald die einfachsten Grundregeln des Ruderns. Mit zu einem Höhepunkt der Freizeit zählte das Grillfest. Dieses Unternehmen konnte aufgrund der waldreichen Gegend (Brandgefahr) nicht im Freien durchgeführt werden. Doch auch am offenen Kaminfeuer mit Würstchen, Saft und Musik hatten alle viel Spaß. Ebenso erfolgreich verlief die Schnitzeljagd.

Wir erachten das Blockhaus Ahlhorn durch die positive Atmosphäre und die vielseitigen Möglichkeiten, die die Umgebung bietet, als geeignetes Ziel für Freizeiten mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen.

Die Betreuer der TBS Seghorn


Bildungsseminar, Oldenburg /Herr Kern
(26 Teiln., 23. 5. -27. 5.)

Wir, die Auszubildenden des 3. Ausbildungsjahres von VFW-Fokker, Werk Lemwerder, haben in der Zeit vom 23. 5.- 27. 5. 1977 im Rahmen unserer Ausbildung an einem Seminar zum Thema "Arbeit und Leistung - Hobby und Freizeit" teilgenommen.

Dieses Seminar sollte den Zweck erfüllen, die zwischenmenschlichen Beziehungen und Probleme aus der Arbeitswelt durch freie Diskussionen, Rollenspiele, Collagen und ein Fallbeispiel darzustellen. Die Gespräche während des Seminars brachten uns die Erfahrung, daß die Probleme in der Arbeitswelt nicht nur die der einzelnen sind, sondern jeden von uns betreffen.

Eine vollständige Lösung der einzelnen Diskussionspunkte konnte auf Grund der reichhaltigen Themenangebote nicht gefunden werden.

Die schöne landschaftliche Lage und das sommerliche Wetter brachten keine Freizeitprobleme.

Die Freizeit spielte sich hauptsächlich auf und in dem anliegenden Badesee ab.

Die Anwesenheit zweier Schulklassen aus dem Sauerland förderte die Kommunikation und den Spaß an der Freizeit.

Zusammenfassend war der Aufenthalt unseres Ausbildungsjahres im Blockhaus Ahlhorn ein voller Erfolg, wozu auch das hervorragende Essen beigetragen hat.

Die Auszubildenden des 3. Ausbildungsjahres


Ev. Jugend, Neuengroden / Herr Groon
(45 Teiln., 28. 5.-31. 5.)

Die Pfingstfreizeit der Ev. Jugend Neuengroden für Kinder im Alter von 7 - 10 Jahren hat schon Tradition. Wir sind Herrn von der Dovenmühle und seinen Mitarbeitern dankbar, daß wir in den vergangenen Jahren unsere Freizeit im Hüttenlager ausrichten konnten und auch 1978 wieder durchführen können.

Über die Pfingsttage, 28. bis 31. Mai 1977 nahmen wieder 36 Kinder mit ihren Leitern vom Hüttenlager Besitz. Ein kindergemäßes Programm mit Spielen aller Art auf dem Platz bei den Hütten und im weiträumigen Wald- und Seengelände, mit Wanderungen und den stets beliebten Bootsfahrten, mit bunten Abenden und zum Abschluß~ die große Lagerolympiade, machte allen Teilnehmern viel Freude. Ein Kindergottesdienst war von einigen Leitern vorbereitet worden, der dann im Walde gehalten wurde.

Die vier Tage gingen den Kindern viel zu schnell vorüber. Und wie sie dann den Bus zur Heimreise bestiegen, dachten sie schon an das nächste Jahr: "Wir fahren wieder mit."

Gerd Groon


Altenkreis, Ganderkesee / Diakon Matz
(14 Teiln., 6. 6.- 8. 6.)

Der Simeonkreis der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ganderkesee veranstaltete 1977 im evangelisch-lutherischen Jugendheim Blockhaus Ahlhorn zwei Freizeiten. Sie fanden unter der Leitung von Diakon Gottfried Matz statt. Die erste Freizeit dauerte vom 6. bis 8. Juni. Zur Einstimmung sang der Landessingwart Gottfried Enders mit den Teilnehmern viele Lieder, alte und neuzeitliche. Zwischendurch war viel Raum für Freizeitbeschäftigungen, auch Bootsfahrten wurden unternommen. Pastor Eberhard Braunschön, der lange Zeit in Ganderkesee seelsorgerisch tätig war und jetzt in Löningen wirkt, berichtete über eine Fahrt durch Israel. Kreispfarrer Braunschön verstand es, die biblischen Stätten aus dem Hintergrund des neuen Israels anschaulich zu schildern.

Eindrucksvoll war der Film "Feierabend" mit dem Appell, sich mehr denn je um die alten Menschen zu kümmern, ihnen in der Gemeinsamkeit, beispielsweise eines Altenkreises, Behaglichkeit und Fröhlichkeit zu schenken. Zum Ausklang der Freizeit hielt der Oldenburger Oberkirchenrat Höpken eine Morgenandacht.

Die zweite Freizeit vom 19. bis 22. September stand im Zeichen eines Berichtes, den der Leiter der Männerarbeit Günther Heuer über den Kirchentag in Berlin hielt. "Tips für alte Menschen" vermittelte Diakon Heger vom Diakonischen Werk in Oldenburg. Gerade dieser Vortrag wurde von den Mitgliedern des Simeonkreises mit großem Interesse aufgenommen.

Humorvoll war der Beitrag von Redakteur Horst Zimmermann, der aus jahrzehntelanger journalistischer Tätigkeit über "Wahre Begebenheiten mit dem Druckfehlerteufel" sprach. Die Freizeit klang mit einer Abendmahlsfeier aus.

Diakon Matz


Johanniter-Orden, Oldenburg / Herr von Zitzewitz
(40 Teiln., 11. 6.- 12. 6.)

Die Arbeitsgemeinschaft für Gegenwartsfragen des Johanniterordens in Norddeutschland ist eine Einrichtung des Johanniterordens, Sie hält im allgemeinen jährlich drei Tagungen zu aktuellen geistig - geistlichen Themen ab. Am 11./12. Juni 1977 fand im Blockhaus Ahlhorn die 42. Tagung zum Thema "Der Streit" oder "Vom rechten Streiten" statt. Die Referenten waren Herr Pastor Peter Helbich, Oldenburg, Landespfarrer für Diakonie und Herr Dr. Philipp Wiesehöfer, Worpshausen-Moorende, Leiter des Niels-Stensen-Hauses. Sie behandelten das Tagungsthema aus der Sicht des Theologen und Soziologen. Diesen Referaten folgten eingehende Diskussionen in Arbeitsgruppen. Dabei war man sich weitgehendst einig, daß der Streit notwendig sei, und zwar

  • als Methode auf dem Weg zur Wahrheitsfindung,
  • als Mittel zur Durchsetzung subjektiv berechtigter Interessen für sich und andere,
  • als Möglichkeit sich "zusammenzuraufen", Probleme auszutragen, die um des guten Zusammenlebens willen nicht verdrängt werden sollten.

Eine besondere Schwierigkeit besteht darin, die Grenzen des Streites und des Streitens zu finden. So faßte eine Arbeitsgruppe zusammen:

Zum rechten Streiten gehört

  • die Achtung vor dem anderen,
  • die Vermeidung unnützer und verletzender Angriffe gegen die Person des anderen,
  • die Verhältnismäßigkeit der Mittel, nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, nicht den Streit mit Haß führen und
  • immerzu versuchen, dem anderen zuzuhören, seinen Standpunkt zu erfassen, seine Situation zu verstehen und sich verständlich auszudrücken.

Diese Gruppe faßte ihre Vorstellungen darin zusammen, daß sie den Standpunkt vertrat, die Forderungen nach rechtem Streiten sind im Begriff der Ritterlichkeit zusammengefaßt, das letzte Ziel jeden Streitens muß die Versöhnung sein. Bei herrlichem, sommerlichem Wetter in der wundervollen Umgebung des Blockhauses Ahlhorn gedieh nicht nur die Aussprache, sondern auch das Zusammenfinden der Tagungsteilnehmer auf das Beste.

H. v. Zitzewitz


Schullandheimaufenthalt, Oldenbg. / Herr Hanselka
(12 Teiln., 16. 6.-19. 6.)

Sieben Kinder, verschiedenartig geistig behindert, sind im Blockhausgelände angekommen. Sie streben mit ihren Betreuern zur Jungenburg und betrachten die Räume, die sie nun für einige Tage beherbergen werden und die so ganz anders sind als die gewohnten zu Hause. "Unser Haus soll nicht "Jungenburg" heißen, sondern "Apachenburg"' sagt der mongoloide Günther. Bald schlägt er vor, ein Kaminfeuer anzuzünden: "Wir geben gleich Rauchzeichen!" Trotz seiner Körperfülle sammelt er eifrig trockenes Holz. Als das Feuer brennt, läuft er nach draußen und beobachtet die "Rauchzeichen"!

Als wir am nächsten Tag einen Waldweg entlanggehen, sagt er plötzlich: "Stopp - jetzt machen wir Picknick." Er langt in seine Umhängetasche, und alle, die sich auf gefällte Baumstämme gesetzt haben, bekommen etwas Süßes. Anschließend säubern wir den Picknick-Platz von Resten, die andere Leute hinterlassen haben: Papier, Flaschen, Plastiktüten.

Günther beobachtet jeden Tag, wie wir Boot fahren, traut sich aber nicht. Heute sagt er: "Ich will mitfahren"" - steigt mutig ins Boot und rudert uns zur Insel.

Siegfried meldet sich eifrig zum Essenholen. Als er mit dem beladenen Tablett die Stufen zur Jungenburg emporsteigt, stolpert er und fällt hin. Wurst, Käse und Marmelade schmecken diesmal auch mit "Beilagen", nur auf den Zucker müssen wir verzichten. Werner, der nur wenige Wörter sprechen kann, schnappt sich unaufgefordert einen Lappen und wischt nach jeder Mahlzeit die Tische. Dörte aber ist selig, daß sie hier immer wieder schaukeln kann. Die Kinder, die zu Hause meist nur Fernsehen und Tonbandgerät als "Beschäftigung" kennen, dürfen hier jeden Tag etwas erleben, was sich ihnen einprägt und was sie froh macht:

  • sie hören den unermüdlich rufenden Kuckuck, den sie bisher nur von Liedern her kannten,
  • sie lauschen auf Geräusche, die vom Wald oder von den Teichen herkommen, wie das Quaken der Frösche und die Laute der verschiedenen Wasservögel,
  • sie beobachten aus der Nähe, wie die Schwalben ihre Jungen aufziehen, wie sie sich abends, auf dem Geweih im Blockhausflur oder auf dem Pferdekummet zum Schlaf niederlassen.

Diese Schwalben haben hier ihre Heimstatt gefunden und werden geduldet, trotz mancher Beschwerlichkeit, die sie verursachen. So spüren es auch unsere Kinder dankbar: "Hier sind wir angenommen, hier fühlen wir uns wohl, hierher kommen wir gern wieder!"

Edgar Hanselka


Soldaten, Oldenburg II / P. Krüger
(35 Teiln., 27. 6. -30. 6.)

Ansatz der Rüstzeit war, jene Aspekte menschlichen Handelns und Zusammenlebens zu benennen und darzustellen, die in besonderer Weise gekennzeichnet sind durch Druck, Herrschaft und Gewalt von Menschen über Menschen.

Dabei wurden die verschiedenen Formen der Gewaltanwendung erkannt, ihre jeweilige Begründung hinterfragt und nach möglichen Alternativen gesucht, das Maß der Gewalt zu verringern, In diesem Zusammenhang wurden die christlich begründeten Modelle der Nächstenliebe und der Gewaltlosigkeit als Alternativen herausgestellt und kontrovers diskutiert - insbesondere im Blick auf ihre Bewährung in der Alltagspraxis.

U. Krüger


Jugenderholung, Bremerhaven / Frau Barthel
(56 Teiln., 27. 6.- 9. 7.)

Als wir in den Bus stiegen, kannten nur die wenigsten sich untereinander oder die Leitung, die aus 5 Helfern und Ehepaar Barthel bestand. Doch das sollte sich bald ändern. Schon bei der Ankunft im Heim "Blockhaus Ahlhorn" (einem Anwesen mit 12 Häusern mitten im Wald an einem See gelegen) waren die ersten Bekanntschaften geschlossen. Nicht zuletzt durch eine sehr großzügige und freundliche Heimleitung fühlten wir alle uns schon bald wie zu Hause. "Sind Sie wirklich 104 Jahre alt?" fragte ein junger Teilnehmer den Leiter des Ev. Jugendheimes Blockhaus Ahlhorn. Dieser wollte sich ausschütten vor Lachen. Er berichtete uns dann, die Jungen und Mädchen dachten, er hätte das morgendliche Bad im See ihretwegen aufgegeben. Sie hatten nämlich auch die Vorzüge und den Spaß eines Morgenbades im großen Helenensee gleich vor der Haustür entdeckt und meinten nun, sie hätten den Leiter gestört. Doch im Gegenteil: Herr von der Dovenmühle hatte ein paar Tage Urlaub gemacht, und das war eine Auszeichnung für unsere Gruppe. Er als alter Seemann hatte die Bremerhavener Jungen und Mädchen gleich in sein Herz geschlossen. Sie kamen auch aus dem Staunen nicht heraus. Die rustikalen Quartiere, in fast jedem Haus ein Tagesraum mit Kamin und ringsherum Wasser und Wald. Zwei große Ruderboote standen uns ständig zur Verfügung. Wer einmal nicht draußen sein wollte, konnte zwischen drei Tagesräumen und Tischtennisraum wählen. Ein großer Spielkoffer ließ keine Langeweile aufkommen. Da war die Jungenburg und das Seehaus reine "Männersache", von den Mädchen etwas beneidet, obwohl sie die schönen Sechserzimmer jedes mit eigener Dusche und Toilette hatten. Unsere Besucher Ehepaar Gerlach sowie Herr Rudolphi vom Jugendamt waren ganz begeistert: "Das ist wie in Finnland!" waren ihre Ausrufe. Mücken gab es nicht ganz so viel wie dort, doch es gab sie! Kein Verkehrslärm - aber ausgiebige Froschkonzerte schien einige zu stören. Doch zuletzt war immer die Müdigkeit stärker.

12 Tage fast ohne Regen, da war sogar der Fernseher im Tagesraum überflüssig. Basteln mußten wir schließlich bei gutem Wetter, weil das schlechte Wetter einfach nicht kam. So konnte eine große Ruderregatta stattfinden. Die Sieger (2 der kleinsten Mädchen und 2 große Jungen) traten zum Spaß gegen 4 der Helfer an und überließen diesen großzügig den Sieg,. Ein Tischtennisturnier, geleitet von Raymond, zog sich über die ganze Zeit hin. Schließlich wollte jeder sein Können mit den anderen messen. Zwischendurch immer wieder baden, freies Spiel und natürlich Bootfahren mit vielen Varianten und selbst erdachten Spielen auf dem See. 2 Inseln gab es zum Aussetzen. Die Jüngsten bauten derweil herrliche Kleckerburgen am Uferrand.

Auch die Abendgestaltung war kein Problem: Getanzt wurde, gegrillt, Gruselgeschichten erzählt, Abendspaziergänge mit Reiherbeobachtung, abendliche Bootsfahrten, Kaminfeuer. Ein Bergfest mit vielen Beiträgen der Gruppe, ein Abschiedsfest mit lustigen Spielen.

Über unserer Freizeit stand das Thema des Kirchentages, gemeinsam erarbeitet. "Einer trage des anderen Last" (Gal. 6 V. 2).

Das wurde oft ganz praktisch deutlich, wenn unser Jüngster auf Wanderungen plötzlich hoch oben auf einer kräftigen Jungenschulter zu sehen war. Oder beim Abtrocknen, als die Kleinen vor lauter Staunen über eine Spülmaschine, die wie eine Geisterbahn aussah, gar nicht zur Arbeit kamen. Plötzlich faßten die Großen mit an, und die Arbeit war schnell geschafft. Umgekehrt hat manch kleiner Lagerteilnehmer mit seiner Fröhlichkeit den Großen wieder zum Mitmachen gebracht. Wir wurden eine Gemeinschaft, die es zuletzt fertig brachte, jeden in seiner Art zu akzeptieren.

Wie schnell vergingen doch die Tage. Wie schön es war, zeigt vielleicht ein kleiner "Schlafstreik" In einem Mädchenzimmer am letzten Morgen, weil alle noch gern länger geblieben wären. Herzlichen Dank allen, die uns geholfen haben, diese Freizeit durchzuführen und zu gestalten.

Elisabeth Barthel


Soldatenwerkwoche, Ahlhorn / P. Lübken
(27 Teiln., 11. 7-15. 7.)

Am Montag, dem 11. Juli 1977, zogen 5 Familien, 10 Erwachsene und 16 Kinder aus Ahlhorn mit ihrem Militärpfarrer, Pater Ludwig Lübken, in das Blockhaus. Die Gruppe wollte über ihre christliche Sendung und über ihre gemeindlichen Aufgaben bis Freitag, dem 15. Juli 1977, nachdenken. So wurde klar:

  • daß die Humanwissenschaften den Menschen nicht bis ins Letzte deuten und auf die Frage nach dem Glückstreben und nach der Bewältigung von Leid und Schuld eine erschöpfende Antwort geben können;
  • daß heute zum Christen in der Kirche Mündigkeit und Dynamik gehören und daß seine Verantwortung für den Nächsten und seine Mitverantwortung für das Gesamt der Kirche gefordert ist;
  • daß der Christ sich nicht selbst das Heil zuteilt sondern er es durch Christus erhält, der durch seinen Erlösungstod uns Anteil am göttlichen Leben gegeben hat.

Die Freude über unser Christsein fand religiösen Ausdruck in den Morgenandachten und den abendlichen Gottesdiensten; die Freude über unser Menschsein nahm in der Freizeit im Spiel und in der Unterhaltung zusammen mit den Kindern Gestalt an.

Unser gemeinsames "Glauben - Handeln - Vertrauen" hat neue Impulse erhalten.

Lübken


Konfirmanden, Neuenhuntorf /P. Lohse
(27 Teiln., 11. 7.- 16. 7.)

Vom 11. - 16. Juli verbrachten wir mit zwölf Jungen und zwölf Mädchen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren eine schöne, unbeschwerte Zeit im Blockhaus. Die Jungen fanden es prima, daß sie in der Jungenburg wohnen durften. Aber auch die Mädchen waren mit der rustikalen Unterkunft im Gartenhaus sehr zufrieden. Trotz des niedrigen Wassers im Badesee wurde auf ein tägliches Bad nicht verzichtet, und war das Wetter einmal nicht so gut, dann konnten wir durch die herrliche Landschaft wandern. Diese Freizeit war dazu bestimmt, Gemeinschaft untereinander in christlicher Verantwortung zu üben. Dazu waren auch die "Dienste" in der Küche und an den anderen Teilnehmern gut geeignet. Der Tag begann morgens mit einer Andacht und endete am Abend mit gemeinsamen Gebet. Besonders angenehm wurde die Freiheit im Blockhaus empfunden, die viel mit dazu beitrug, daß sich jeder Teilnehmer wohl fühlen konnte. Auch die herzliche Art des Personals und des Leiters im Blockhaus führte dazu, daß der Abschied nach fünf Tagen nicht fröhlich wurde, sondern jeder gerne noch ein wenig geblieben wäre. Auch wurde das Ziel der Freizeit, in christlicher Verantwortung Gemeinschaft halten, voll erreicht.

A. Lohse


Lektorenfreizeit, Hannover / Herr Koloff
(33 Teiln., 19. 7. -24. 7.)

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wir freuen uns, Sie auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der Lektorenarbeit der Ev-luth. Landeskirche Hannovers mit Ihrem Ehepartner und Ihren Kindern zu einer Familienfreizeit einladen zu können.

Diese Freizeit soll wieder so gehalten werden, daß die Familie wirklich im Mittelpunkt unseres Nachdenkens und Tuns steht. Das soll nicht nur in dem knappen Programmvorschlag zum Ausdruck kommen, sondern sich auch in spontanen Unternehmungen mit der ganzen Familie zeigen. Die schöne Lage des Blockhauses in einer Teichlandschaft, die zum Baden und zu Kahnpartien einlädt, dürfte hierzu sicher beitragen.

Claus Koloff


Familienfreizeit, Obenstrohe /P. Jürgens
(30 Teiln., 22. 7. -24. 7.)

Wir - eine ganze Reihe von Familien mit Kindern - waren nach Ahlhorn gekommen, um uns bei Sonne und Wärme auszuruhen und auszutoben. Aber es regnete, fast immer, in Strömen.

Wir entdeckten, wie schön es ist, im Regen spazieren zu gehen oder im patschnassen Gras Völkerball oder Fußball zu spielen. Ohne die Duschen im schönen Wiesenhaus wäre allerdings alles etwas schwierig geworden. Und ein Kaminabend ist doppelt schön, wenn es draußen rauscht. (und drinnen nicht zu sehr raucht.) Alles in allem, es war sehr feucht und sehr schön.

A. Jürgens


Soldaten, Oldenburg II / P. Krüger
(17 Teiln., 25. 7. -28. 7.)

"Ein Christ ist ein freier Mensch"

In einem ersten Arbeitsgang wurde versucht, die Spannung zwischen dem Freiheitsbedürfnis des Menschen und seiner gleichzeitigen Einbindung in die Notwendigkeiten des Alltags sowie seine Einordnung unter mancherlei Zwänge bewußt zu machen. Zusätzlich wurde durch die Analyse gruppendynamischer Prozesse deutlich, wie sehr der einzelne oft schon Zwänge internalisiert hat und damit in seinem Verhalten gegenüber dem anderen unbeweglich geworden ist. Angesichts dieser Tatsachen wurde dann unter Einbeziehung des christlichen Angebots der Freiheit (1. Kor. 6, 12 f.; Luther, Von der Freiheit eines. Christenmenschen (Auszüge) nach Möglichkeiten veränderten Verhaltens unter den gegebenen Bedingungen heutiger Wirklichkeit gesucht.

U. Krüger


Lehrgang Kunstpädagogik, Bremen / Herr Wurthmanm
(12 Teiln., 8. 8. -12. 8.)

Im Rahmen der Lehrerfortbildung des Wissenschaftlichen Instituts Bremen fand vom 8. - 12. 8. 1977 ein freiwilliger Lehrgang für Lehrer statt, die während ihrer Ausbildung das Fach Kunst nicht als Wahlfach studiert hatten, es aber in ihrer Schulpraxis unterrichten. Deshalb benötigen diese Lehrer praktische Hilfen.

Es war, nach Absprache mit den Teilnehmern, als Ausgangspunkt die Auseinandersetzung mit vorgefundenen Gegenständen und Naturmaterialien (z. B. Holz, Blätter, Äste, Steine, Pflanzen u. a.) gewählt worden, die auf ihre bildnerischen Möglichkeiten hin befragt werden sollten. Gerade die Umgebung des Blockhauses bot dazu die besten Voraussetzungen, so daß die Teilnehmer die unterschiedlichsten Aufgaben in den vielfältigsten Techniken ausprobieren konnten. Neben der praktischen Arbeit wurden immer wieder didaktische und methodische Fragen besprochen, um die Umsetzung in Unterricht vorzubereiten. Da es sich bei den Teilnehmern dieser Veranstaltung um einen festen Arbeitskreis handelte, wurde von allen die Hoffnung auf eine Weiterführung im nächsten Jahr ausgesprochen.

Wurthmann


Konfirmanden, Varel / P. Miehalke
(41 Teiln., 7. 9.- 9.9.)

Für Vareler Konfirmandengruppen beginnt die dreitägige Freizeit im Blockhaus Ahlhorn oft mit einer Besichtigung der Alexanderkirche in Wildeshausen. Unter sachkundiger Führung gewinnen wir Einblicke in die Bauabschnitte und Stilelemente dieses ehrwürdigen Bauwerks in der Huntestadt.

Nach der Ankunft im Blockhaus, dem Beziehen der Zimmer - die Jungenburg wird immer zuerst gewünscht - und nach einem schmackhaften Mittagessen starteten wir zum ersten "Geländeerkundungsgang". Der Dianasee und die Stelle, "wo das Wasser bergauf fließt" sind Spezialwanderziele von Pastor R. Schmidt, der sich in den Gefilden der Fischteiche schon seit seiner Studienzeit bestens auskennt.

Das Thema dieser Herbstfreizeit für Konfirmanden aus Büppel und Langendamm hieß: "Die christliche Taufe". Jeweils 2 bis 2 1/2 Stunden am Vormittag und Nachmittag trafen wir uns in den Gruppen zu gemeinsamer Arbeit. Seit vielen Jahren hat es sich bewährt, daß ehemalige Konfirmanden - jetzt seit 2 oder 3 Jahren in Jugendgruppen tätig - mitfahren und bei Gesprächen und Arbeiten in Kleingruppen helfen. Ihre Nähe zu den Problemen der Konfirmanden kommt uns Pastoren bei der Vorbereitung der Themen und Spielabende zugute. Einige Gruppenhelfer sind mit den Möglichkeiten der Freizeitarbeit im Blockhaus bereits so vertraut, daß wir ihre Mithilfe nicht mehr missen möchten.

Wenn dann am zweiten Abend im großen Blockhaussaal das Kaminfeuer langsam niederbrennt und der "bunte Abend" der Bettruhe Platz gemacht hat, kann man noch lange nach Mitternacht die Pastoren und Gruppenhelfer mit Taschenlampen um die Unterkünfte gehen sehen; Ziel ihrer nächtlichen "Umzüge" ist das Bemühen um Nachtruhe in allen Zimmern. Erst, wenn "nichts mehr los ist", verlöschen auch in den Leiterzimmern die Lampen. Wenige Stunden Schlaf müssen ausreichen für die Arbeit und Heimfahrt am dritten Tag der Freizeit.

Chr. Michalke


Schülerarbeit, Oldenburg / P. von Mering
(22 Teiln., 12. 9.- 14. 9.)

"Haken krümmt man beizeiten"

Worauf bereitet unsere Schule vor?

Nach einer kurzen Eröffnungsübung, die Erwartungen und Befürchtungen an die Tagung in gleichnishaften Gruppenbildern zum Ausdruck brachte, wurde die Betroffenheit m Blick auf das Thema durch ein Gesellschaftsspiel hergestellt bzw. bewußt gemacht. Das "Schulkarrierespiel" (entwickelt von der katholischen Jugendarbeit) symbolisiert in 3 verschiedenen "Laufbahnen" die Probleme unseres dreigliederigen Schulsystems und macht Situationen der Deklassierung erfahrbar. Bezeichnenderweise versuchen die meisten Jugendlichen, die gemachten Erfahrungen als "überspitzt" und "nur Spiel"' abzuwerten und eine Infragestellung ihres weithin angepaßten Verhaltens zu verhindern. Deshalb schob das Team nach einer kurzen Reflexionsphase das Rollenspiel "Versetzung gefährdet" nach. Hier spielen die Teilnehmer je zur Hälfte eine Lehrerkonferenz und die zur Diskussion stehende Schülergruppe der "Gefährdeten". Durch die zeitliche Paralelle zweier Spielgruppen mit gleichen Vorgaben entsteht der Denkanstoß durch die in der Regel ganz unterschiedlichen Entscheidungen der "Kollegien". Dieses Spiel löste bei den Teilnehmern starke Betroffenheit aus und unter der Fragestellung ausgewertet, was von der schulischen Leistungsforderung und -bewertung zu halten sei, wenn diese derart subjektiven Einflüssen unterliegt. Der Gedanke wurde weitergeführt durch den Film "Warum noch weitermachen? - Ein Schüler verläßt die Schule". Am Beispiel der Schulmüdigkeit eines - gerade nicht - leistungsschwachen Schülers entzündet sieh die Frage nach dem Sinn des schulischen Lernens. Als nächstes folgte das Planspiel "Sek. II", in dem die Alternative durchgespielt wird, nach Abschluß der Sek. I eine Lehrstelle anzunehmen oder das Abitur anzustreben. Neben der Suche nach sachgerechten Kriterien für diese Entscheidung diente das Spiel der Informationsvermittlung über die neuen Lernbedingungen in der Sek. II. Den Abschluß bildete das "KSJ - Schulspiel" in dem mittels Diskussion sog. "Ereigniskarten" Einzelfragen des Schulalltags erörtert und eine Lernkontrolle der vorherigen Schritte erreicht wurde.

Zusammenfassend läßt sich feststellen: Das Thema Schule ist Schülern, gerade weil es sie täglich beschäftigt, schwer als kritische Fragestellung nahezubringen. Die weitgehend spielerische Beschäftigung ermöglicht aber die notwendige Distanz und Gegenerfahrung, um neu über Lernformen und -inhalte nachzudenken und zu einem bewußten Umgang mit den täglichen Schalerfahrungen anzuregen.

Klaus von Mering


Jugendwaldeinsatz, FA Ahlhorn / Herr Böhnisch
(20 Teiln., 19. 9. -30. 9.)

Die Gruppe umfaßt 8 Jungen und 16 Mädchen der Abschlußklasse. Die Jugendlichen hatten diesen Einsatz ursprünglich nicht geplant, sondern sie sprangen für eine Nachbarklasse ein, die aus schulorganisatorischen Gründen den Termin nicht wahrnehmen konnte. Alle waren von Anfang an sehr aufgeschlossen gegenüber dem Vorhaben und hatten eigentlich nur die Befürchtung, daß nicht genügend "richtige Arbeit" vorhanden sein könnte. Sie wollten gern kräftig zufassen und sinnvoll eingesetzt werden. Die Jugendlichen betrachteten ihren Einsatz kritisch.

Wenn sie sich auch davon überzeugen ließen, daß es nötig ist, die Großsteingräber bei Visbek von umherliegendem Abfall und von wuchernden Ranken zu befreien, so hätten sie gerade diese Arbeit gern verkürzt, nicht so sehr wegen des wenig beliebten Aufräumens, sondern vielmehr aus dem Grunde, weil die Arbeit wenig Wirkung und Sinn zu haben schien. - Aber sicherlich werden die Schüler dieser Gruppe bewußter auf die Umweltverschmutzer reagieren, die Gegenstände gedankenlos umherstreuen.

Kritisch waren einige Schüler gegenüber dem Anlegen von Pirschwegen. Sie meinten, der durch den Sturm ruinierte Wald brauchte sinnvolle Hilfen statt des Säuberns langer Pirschwege. Sie wollten kaum glauben, daß die Forstwirte diese Arbeit hätten tun müssen, wenn wir nicht zur Verfügung gestanden hätten. Wie groß ihre Einsicht war, als ihnen von Herrn Neumann erläutert wurde, daß der Wildbestand im richtigen Verhältnis zum Wald gehalten werden müsse und daß es Personengruppen gäbe, denen das Jagen von sicheren Ansitzen aus als eine hochgeschätzte Belohnung ermöglicht werden müsse, weiß ich nicht zu sagen.

Wenn die Einsatzgruppen allerdings an Arbeiten herangeführt wurden, die ihnen einmal angemessen und zugleich nützlich und sinnvoll erschienen, dann war ihr Arbeitseifer groß, einerlei ob die körperliche Anstrengung beträchtlich war oder nicht (das Schlagen von Bäumen für die Jungen, das Streichen von Einfriedigungen für die Mädchen).

Als besonders positiv hervorzuheben sind die belehrenden Vorträge und Übungen, die Herr Böhnisch - wie auch laufend bei der Arbeit die Forstwirte - in großer Zahl anbot. Das Interesse für das so praxisnah und vom Fachmann in sehr ansprechender Form Gebotene war dementsprechend groß. Oberhaupt wußten die Schüler zu würdigen, in welchem Maße Herr Böhnisch seine Freizeit für sie verwendete - sei es beim Tischtennisspieien oder bei einer Nachtwanderung und auf dem Hochsitz.

Aus schulischer Sicht war der Aufenthalt ein Erfolg. Wir lernten die Besonderheiten des Waldes in dieser Geestlandschaft kennen, erweiterten unsere allgemeinen biologischen Kenntnisse und erhielten nebenbei einen Einblick in die Arbeitswelt der Forstleute, der uns helfen wird, uns nach dem Schulabschluß im Arbeitsleben ganz allgemein besser zurechtzufinden.

Wenn dann noch die günstigen äußeren Umstände hinzugezählt werden, wie die Unterbringung in den ansprechenden Hütten, die gute Verpflegung durch das Evangelische Jugendheim und der allgemein gelobte freundliche Umgangston, dann war der Einsatz ein Erlebnis von bleibendem Wert.

Gisela Brunotte


Konfirmanden, Reekenfeld / P. Steinert
(16 Teiln., 29.10. -31.10.)

Der Gitarren- und Singkreis der ev.-luth. Kirchengemeinde Reekenfeld veranstaltete eine dreitägige Wochenendfreizeit in Ahlhorn.

Oberstes Ziel der Freizeit war die Einstudierung neuer geistlicher Lieder. Dieser Teil der Veranstaltung stand unter der fachkundigen Leitung von Frau H. Reil aus Bunde.

Spiel und Frohsinn hatten jedoch ebenfalls ihren festen Platz im Programm. So wurden abends am Kamin die altbekannten Fahrtenlieder gesungen, schaurig-schöne Gespenstergeschichten erzählt und Kartoffeln in Folie gebacken. Anschließend lud das Gelände des Evangelischen Jugendheimes mit seinen Wäldern und kleinen Seen zu Nachtwanderungen ein - für die Kinder eine aufregende Sache.

Daß diese Freizeit auch gemeinschaftsfördernd war, versteht sich beinahe von selbst: die Jugendlichen waren nicht nur miteinander fröhlich, sie hatten auch abwechselnd Pflichten - wie beispielsweise den Küchendienst - zu übernehmen, deren Erledigung allen Mitgliedern der Gruppe zugute kam. Schon auf der Rückfahrt am Montagabend wurden Pläne für die nächste Freizeit geschmiedet - eigentlich der beste Beweis dafür, daß diese Veranstaltung als eine gelungene Sache verbucht werden kann.

Steinert


"Philosophie", Oldenburg/ Herr Ehlert
(10 Teiln., 4.11. - 6.11.)

Philosophie, die uns angeht.

Das Thema der Tagung war von Andreas und mir ausgewählt worden, weil wir beide das Bedürfnis verspürten zu erkennen, inwieweit unser Handeln und unsere Haltungen zurückzuführen sind auf durch Philosophie gewonnene und gesellschaftlich bestimmte Normen und Prinzipien. Wir hielten es für die fruchtbarste Methode, im offenen Gespräch mit anderen, die das gleiche Interesse haben, zu reflexiven Erkenntnissen zu kommen; und zwar zu Erkenntnissen, die zumindest für diese Gruppe allgemeingültigen Wert haben könnten.

Es kristallisierte sich bald ein formales Grundproblem heraus. Die Differenzen in der Ansicht, was eigentlich Philosophie sei, was sie intendiere, was schon die Gruppe zu heftigen Auseinandersetzungen veranlaßte, ist ein Problem der Disziplin überhaupt. D. h. Philosophie bereits in Popularphilosophie (praktische Philosophie, utilitaristische Ethik) und Schulphilosophie (Logik, Wissenschaftstheorie, reine Anschauung) aufgespalten, ist eben nicht ein einheitliches Ganzes. Die Philosophie hat kein wissenschaftliches Selbstbewußtsein. Kontroverse Standpunkte wurden schon deutlich, als wir auf den Positivismusstreit zwischen der Frankfurter Schule und den kritischen Rationalisten hinwiesen. Die Gruppe war aber geschlossen der Meinung, daß Wissenschaftstheorie und reines Untersuchen der Prämissen der jeweiligen Wissenschaftsrichtungen für das Alltagsieben irrelevant seien. Somit konzentrierte sich die Gruppe hauptsächlich auf die Betrachtung ethischer Probleme.

Nachdem im brain-storming-Verfahren ca. 40 Begriffe zusammengetragen wurden, die ethische Kategorien darstellten (z. B. Liebe, Freiheit, Gleichheit, Selbstbestimmung, Gerechtigkeit etc.), versuchten wir diese Begriffe zu qualifizieren, Gemeinsamkeiten herauszufinden. Dabei ergaben sich jedoch Schwierigkeiten. So stellte die Gruppe z. B. fest, daß gewisse Werte (Treue, Gehorsam etc) für sie entweder "nichts" sagten oder einen negativen Beigeschmack hatten, obwohl diese Werte einen relativ hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft haben. Das Ziel, etwas über gemeinsame ethische Grundfragen zu erfahren, ist im Großen und Ganzen auf der Tagung verwirklicht worden. Da die Gruppe sehr klein war, funktionierte die Diskussion durchweg demokratisch und war auch auf der Beziehungsebene befriedigend. Neben der engagierten Arbeit am Thema, liefen noch einige Spiele und abends am Kamin fanden wir uns zusammen, um uns über unsere Eindrücke, persönliche Anliegen und Probleme zu unterhalten. Die Tagung wurde von Teilnehmern und Teamern durchweg als positiv empfunden.

Jochen Stern

Andreas Ehlert


Soldaten, Oldenburg II / P. Krüger
(17 Teiln., 21.11.-24.11.)

"Die Anderen und ich"

Familie, Schule, Beruf und Bundeswehr wurden als Erfahrungsfelder des Zusammenlebens beschrieben und kritisiert.

In einem zweiten Schritt wurden die Strukturen, die sich in Gruppen ausbilden und die sozialpsychologischen Hintergründe angesprochen.

Auf diese Teilergebnisse aufbauend ging es dann darum, soziale Fähigkeiten zu benennen und teilweise an Hand von Übungen zu praktizieren. Dabei wurde die Notwendigkeit und auch die Möglichkeit erkannt, in manchen Bereichen nach neuen Einstellungen zu suchen ("Nächstenliebe anstelle von Egoismus"); gleichzeitig wurde aber auch betont, daß totale Selbstlosigkeit nicht praktizierbar ist (Erfolg und Befriedigung nicht ausschließlich durch soziale Anerkennung sondern auch und vor allem durch persönliche Erfüllung.)

U. Krüger


Inst. f. Schulpraxis, Bremen / Herr Wurthmann
(15 Teiln., 21.11 - 24.11)

Vom 21. - 24. 11. 1977 wurde ein Studienaufenthalt mit den Referendaren des Fachbereichs Kunst im Blockhaus durchgeführt. Die Inhaltliche Gestaltung der Tage entsprach dem Wunsch nach Erprobung praktischer Aufgabenstellungen und dem Kennenlernen bestimmter technischer Verfahrensweisen, die im Kunstunterricht der Schule verwendbar sind. Hierbei mußten die fachdidaktischen Überlegungen dem schulischen Einsatz der Teilnehmer entsprechen. Demgemäß wurden verschiedene Arbeitsformen und inhaltliche Schwerpunkte gewählt. In der ersten Lehrgangshälfte wurde gruppenweise an unterschiedlichen Bereichen gearbeitet. Es wurden sowohl verschiedene einfache Drucktechniken erprobt, Aufgabenstellungen überlegt als auch der bildnerische Bereich der Collage aufgearbeitet. In der zweiten Hälfte arbeiteten alle Teilnehmer an einem vorgegebenen Themenbereich aus dem neuen Grundschullehrplan und weiteten die einzelnen Aufgabenstellungen auf andere Klassenstufen aus. Besondere Freude bereitete die Beschäftigung mit dem Thema "Gesichtsveränderungen", das auf den Teilbereich "Masken" beschränkt wurde. Hier wurden vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten erörtert und bis zur Abnahme einer Gesichtsmaske von jedem Teilnehmer und ihrer Bemalung durchprobiert. Leider kam es durch die Kürze der Zeit nicht mehr zu dem Vorhaben, mit den Masken ein Spiel zu inszenieren. Dieser in die Zukunft gerichtete Wunsch der Teilnehmer bleibt bestehen.

Wurthmann


Lebenskundl. Arbeitstagung, Jever / P. Stohldreier
(26 Teiln., 24.11.-25.11.)

Wenn ein katholischer Militärpfarrer mit Offizieren verschiedener Konfession über "Das Judentum heute" eine lebenskundliche Arbeitstagung in einem evangelischen Jugendheim durchführt, kann man hier wohl wirklich von ÖKUMENE sprechen.

So geschehen hier im Blockhaus vom 24./25. 11. 1977, wo sich 21 Offiziere aus Hohenkirchen mit Militärpfarrer Stohldreier aus Jever, Rabbiner Berger aus Bremen als Referent und Oberst Mindner aus Oldenburg als Gast zusammengefunden hatten. In Vorträgen und Diskussionen versuchte man, den jüdischen Glauben kennenzulernen und die Haltung des jüdischen Volkes in Vergangenheit und Gegenwart besser zu erfassen.

Höhepunkt des Abends war ein gemeinsames Passahmahl, bei dem die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft auch einmal einen Ausschnitt aus dem kultischen Geschehen des Judentums erleben durften. Es wurde zu einem "Erlebnis mit Nachklang".

Daß auch die äußerlichen Voraussetzungen stimmten, war vor allem der großartigen und großzügigen Hilfe durch das Haus zu verdanken.

Vom Braten des Fleisches bis zur Bereitstellung von Gerät und Kaminholz bis zum Mittun des Heimleiters, Herrn von der Dovenmühle, stimmte einfach altes.

Dank allen, die sich um das Gelingen bemühten.

Gottfried Stohldreier


Konfirmanden, Neuenhuntorf / P. Lohse
(45 Teiln., 9.12-11.12.)

Vom 9. 12. bis zum 11. 12. führten wir mit 43 Konfirmanden, davon nur 15 Mädchen, eine Schulung mit dem Thema: "Weihnachten heute" durch. Der erste Abend behandelte das Thema: Was will das Weihnachtsfest eigentlich erreichen? Damit wurden schon einige wichtige Punkte für den weiteren Verlauf der Schulung festgelegt. Am Sonnabend begann der Tag mit einer Morgenandacht, an der sich die Aufführung eines Krippenspieles, eingeübt von Konfirmanden, anschloß. Danach erfolgte eine Diskussion, die den Sinn dieser Art von Aufführungen in den Kirchen zu Weihnachten in Frage stellte. - Nur sentimentales Getue ohne weitere Wirkung? - Der Nachmittag und der Abend wurden benutzt, um Kollagen herzustellen, die sich mit dem Thema: "Weihnachten heute", und wie es sein sollte, befaßten. Nach dieser Gruppenarbeit wurden die Arbeiten besprochen.

Am Sonntag wurde nach dem Frühstück ein Gottesdienst über das erarbeitete Thema abgehalten, in dem auch die Konfirmanden mitwirkten. Man sollte vielleicht für die Zukunft anregen, daß auch die übrigen Teilnehmer von Freizeiten im Blockhaus an den Gottesdiensten teilnehmen können.

Zum Abschluß der Schulung führten die Konfirmanden das Laienspiel der "Krämerskorb" auf, was für einen lustigen Abschluß der Schulung sorgte. Zu sagen wäre noch, daß das Ziel der Freizeit erreicht wurde, nämlich: Weihnachten bedeutet, Gerechtigkeit, Freude und Liebe denen zu geben, die davon nichts haben.

Alle Konfirmanden waren sehr zufrieden mit der Unterbringung und der Verpflegung.

A. Lohse


"Fragen zur Kunstpädagogik" / Herr Wurthmann
(15 Teiln., 10.12-11.12.)

Eine dritte Veranstaltung aus dem Bereich Kunstunterricht fand am 10./11. Dezember 1977 statt. Wiederum im Rahmen der Lehrerfortbildung setzten sich die Teilnehmer dieses Wochenendseminars mit "aktuellen Fragen zur Kunstpädagogik" auseinander, in deren Mittelpunkt "das Phantastische als ästhetisches Prinzip" stand. - In diesen Seminaren, die seit weit mehr als zehn Jahren im Blockhaus durchgeführt werden, wird eine länder- und institutsübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem WIS in Bremen und der Universität in Oldenburg praktiziert. - Die Referenten, Professor Reinhard Pfennig und Jochen Denker, führten die Teilnehmer durch eine komprimierte Fragestellung und ein ergänzendes ausgezeichnetes Bildmaterial unmittelbar in die Problematik ein. Danach konnte am Sonntag der Bogen zum schulpraktischen Einsatz geschlagen werden. Die gegenseitige Bedingung von theoretischer Erkenntnis und praktischer Umsetzung war für die Teilnehmer Beispiel und Anregung.

Wurthmann


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