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ErdgeschichtlichesProfessor Dr. W. Hartung Die Umgebung der Ahlhorner Fischteiche ist hinsichtlich Boden und Landschaft durch die Inlandeisbedeckung während des Pleistozäns gestaltet. Vier Eisvorstöße haben in diesem Pleistozän Norddeutschland betroffen. Nur die beiden ersten haben das Gebiet zwischen Weser und Ems erreicht: Die Elster-Vereisung (erste der drei norddeutschen Vereisungen) und das Drenthe-Stadium der Saale-Vereisung (zweite norddeutsche Vereisung). Das Warthe-Stadium der Saale-Vereisung blieb jenseits der Weser, die Weichsel-Vereisung sogar jenseits der Elbe zurück. Jeweils die letzte Eisbedeckung gibt der Landschaft die Prägung: Für die Oldenburgischen Geestgebiete, damit auch für Ahlhorn, ist es also das Drenthe-Stadium, das in Südoldenburg den großartigen Stauchendmoränen-Lobus der Dammer und Fürstenauer Berge hinterließ, dann aber über diesen hinweg durch das Münstersche Becken bis an den Niederrhein vorstieß als letzte größte Ausdehnung der Inlandvereisung. Während Warthe-Stadium und Weichsel-Vereisung war das Ahlhorner Gebiet eisfrei, aber den thermatischen Einwirkungen der Kälteperiode ausgesetzt. Verwitterung, Wind und Frostboden-Vorgänge hatten freies Spiel in dem durch Kälte und Eisnähe von aller Vegetation entblößten Gebiet. Die Grundmoräne, Hinterlassenschaft der letzten Vereisung, wird zerstört und verblasen, zum Teil verbleibt als letzter Rest nur eine Steinsohle. Flugsanddecken werden darüber gelagert, mancherorts Dünen gehäuft. Liegen bleiben nur die großen Geschiebe und Blöcke (Apostelsteine), zum Teil verbaut in den eindrucksvollen Megalithgräbern der Jungsteinzeit. Darauf beruht der überwiegend sandige Charakter der Ahlhorner Geest, auch die ursprüngliche Armut des Bodens, die zur Verheidung geführt hat, dann schließlich zur Aufforstung und forstwirtschaftlichen Nutzung, die heute die Umgebung der Ahlhorner Fischteiche bestimmt. |
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