|
|
Besuch der Mitarbeiter des Waldbauinstituts
(Universität Göttingen)
Durch den großen Sturm im Herbst 1972 wurden gerade im Forstamt Ahlhorn große Waldflächen vernichtet. In den nächsten Jahren wird eine Aufgabe der Forstverwaltung sein, neue Wälder zu pflanzen. Die waldbauliche Planung sieht für den norddeutschen Raum eine Erweiterung des Douglasien- und Eichenanbaues vor.
Die Douglasie - eine Baumart aus Nordamerika - wurde bereits im letzten Jahrhundert nach Deutschland importiert und versuchsweise angebaut. Die guten Erfahrungen mit den Douglasien in Mitteleuropa waren der Hauptgrund für die jetzt geplante Anbauerweiterung. So gut die älteren Douglasien bei uns auch wachsen, so groß sind auch die Schwierigkeiten bei der Kulturbegründung. Um die Ausfälle nach der Pflanzung zu vermindern und um das Wachstum der jungen Bäume zu beschleunigen, versucht man heute mit Topfpflanzen (Containerpflanzen) neue Wälder anzulegen. Solche Topfpflanzen verlängern möglicherweise auch die Pflanzzeit; bei den herkömmlichen Verfahren kann nur im Frühjahr und evtl. im Herbst gepflanzt werden. Topfpflanzen sind natürlich teurer als normale Baumschulpflanzen, deshalb muß untersucht werden, ob ihre Vorteile so groß sind, daß die Mehrkosten gerechtfertigt sind. Die Aufgabe des Waldbauminstituts ist es, die verschiedenen Topfpflanzentypen zu testen und die biologischen Fragen (Wachstum, Wurzelentwicklung u. a.) zu untersuchen.
|