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Musische Woche in Ahlhorn 1974Die Musische Woche ist am Gymnasium an der Hermann-Böse-Straße in Bremen zu einem Begriff der Tradition geworden. Ebenso verbindet wohl jeder ehemalige Schüler unserer Schule mit der Musischen Woche die Worte Ahlhorn, Blockhaus und Fischteiche. Denn schon seit Jahren wird das Blockhaus Ahlhorn alljährlich für eine Woche zum Domizil von etwa 50 - 100 jungen Künstlern, Musikern und Schauspielern. Nach einigen Jahren der Unterbrechung, in denen die Musische Woche auf Langeoog stattfand, war aber in diesem Jahr, der Tradition folgend, wieder Ahlhorn der Schauplatz der Musischen Woche. 70 Schüler und 3 begleitende Lehrer gehörten diesmal zu denjenigen, denen die Teilnahme an der Musischen Woche, die bei den meisten Schülern sehr begehrt ist und die wohl keiner, der schon einmal eine Musische Woche miterlebt hat, missen will, gelang. Alle Teilnehmer gehörten einer der fünf Gruppen an, die sich mit den verschiedenen Künsten beschäftigen. Am umfassendsten war der Chor, der fast die Hälfte aller "MuWo"Teilnehmer stellte. Etwa 30 Jungen und Mädchen aller Altersstufen und Stimmlagen probten, oft in Zusammenarbeit mit dem Orchester, verschiedene Stücke ein, die sie am Ende der Woche dann präsentieren konnten. Neben dem schon erwähnten Teil des Orchesters waren auch die Kammermusiker mitgefahren, unter ihnen befanden sich mehrere Geiger und Cellisten. Ein weitere Gruppe bildete das Laienspiel. Diese Gruppe, der auch mehrere ehemalige Schüler unseres Gymnasiums angehörten, schaffte durch Mimik, Gestik und Sprache eine weitere künstlerische Ausdrucksform an unserer Schule. Wohl am meisten von der schönen Umgebung des Blockhauses Ahlhorn mit den Fischteichen vor der Tür profitierten die Zeichner, Maler u. Fotografen. Die herrliche Landschaft ermöglichte es diesen Gruppen, eine Auswahl von Bildern zu schaffen, die von der einfachen Naturstudie bis zu ganzen Landschaftsbildern reichte. Schüler der Hermann-Böse-Schule am HelenenseeNeben diesen Arbeiten in den verschiedenen Gruppen blieben allen Teilnehmern noch viele Stunden Freizeit übrig. Für diese Zeit standen uns mehrere Ruderboote zur Verfügung, die meistens voll besetzt waren. Dieses kann auch niemanden, der schon einmal "dabei" war, verwundern. Zu dem einfachen Spaß am Rudern und dem Spiel auf dem Wasser, kommt noch ein Hauch von Romantik, wenn man, fernab von der Großstadt, sich auf dem Wasser treiben lassen kann oder zu einer Fahrt auf eine schilfumwachsene Insel "in See sticht". Außerdem boten sich noch zahlreiche andere Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung an, unter anderem ein Sportplatz mit einer großen Spielfläche, der aber wegen der feuchten Witterung wenig genutzt werden konnte. Es erscheint dann auch fast selbstverständlich, daß bei dieser geradezu idealen Arbeitsumgebung und den guten Arbeitsbedingungen (Jede Gruppe hatte einen eigenen Tagesraum!) eine Fülle künstlerischer Werke entstand. Einen kleinen Eindruck hiervon vermittelte der abschließende gemeinsame Abend, an dem alle Gruppen die Ergebnisse ihrer einwöchigen Arbeit zeigten. Danach hieß es dann Koffer packen und Abschied nehmen. Fast zu schnell war diese Woche, die nicht zuletzt dank der gutmütigen Unterstützung durch die Heimleitung, die öfters ein Auge zudrückte, um allen Wünschen gerecht zu werden, als überaus erfolgreich bezeichnet werden kann, zu Ende gegangen. Sicherlich hat dann auch manch einer der Teilnehmer bei der Abfahrt bereits an die nächste Musische Woche gedacht. |
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