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Gottesdienst im Blockhaus(Nach einem Gespräch einer Jugendgruppe aufgezeichnet)Die Gruppe, etwa zwanzig Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren, bereitet sich - wieder einmal - auf einen Wochenendaufenthalt im Blockhaus vor. Leiter: Die Vorbereitungen für unser nächstes Wochenende im Blockhaus sind damit erledigt. Bleibt nur noch die Frage: Wie halten wir's mit dem Gottesdienst? Dazu eine Vorbemerkung: Als es kürzlich in einer anderen Gruppe um die Gestaltung eines Wochenendes im Blockhaus ging, waren sich die Teilnehmer und der Leiter - ein Pastor - einig: Zum Gottesdienst gehen wir nicht! Thomas: Das kann ich gut verstehen. Die Gruppe will nicht auch noch zum Gottesdienst gehen müssen. Die haben doch die Nase voll. Anke: Und der Pastor wahrscheinlich auch. Der muß Sonntag für Sonntag predigen und will auch mal frei sein. Silvia: Da bin ich ganz anderer Meinung. Eine evang. Gruppe, jedenfalls eine Gruppe von Jugendlichen aus einer evang. Kirchengemeinde, fährt zusammen mit ihrem Pastor in ein evang. Jugendheim und sagt zum Gottesdienst grundsätzlich Nein. Da stimmt doch was nicht. Matthias: Zu gleicher Zeit sind doch immer mehrere Gruppen im Blockhaus, auch Erwachsene. Wie verhalten die sich dem Gottesdienst gegenüber? Leiter: Gruppen, die der innerkirchlichen Arbeit zunächst nicht sehr nahe stehen, lassen sich noch am ehesten in den Gottesdienst einladen. Fritz: Unser Gespräch ist bislang ein direkter Vorwurf gegen evang. Jugendgruppen und deren Leiter. Wir müssen verstehen, warum die so auf den Gottesdienst reagierert. Silvia: Das klingt gut, aber überzeugt mich nicht. Stellt Euch vor: Eine Gruppe bereitet im Blockhaus etwas vor, was der Gemeinde zu Hause dienen soll, aber sie vermeidet den Kontakt mit anderen Gruppen. Im Blockhaus will sie keine Gemeinde, und zu Hause tut sie so, als wäre sie die aktive Gemeinde. Ich halte das für unsachlich, sogar für überheblich. Matthias: Wenn dort experimentiert wird, dann wären die anderen Gruppen doch gerade der beste Gesprächspartner. Fritz: Wenn eine Gruppe nur für ein Wochenende ins Blockhaus fährt hat sie dort für das Thema, das sie erarbeitet, höchstens acht Stunden Zeit. Und wenn das Thema die Vorbereitung eines besonderen Gottesdienstes ist, ist am Sonntagvormittag noch kein Entwurf fertig. Da gibt's noch nichts vorzuführen. Silvia: Entweder kann sie ihren Torso zur Diskussion stellen oder sie hält Gottesdienst in der gewohnten Weise. Zu Hause mutet der gleiche Pfarrer das seiner Gemeinde doch auch zu. Matthias: Ich muß das noch einmal betonen: Da sind andere Gruppen, die sich einladen lassen. Gerade die sollte man nicht vergessen. Die sind wahrscheinlich bereit, mit offenen Ohren am "üblichen" Gottesdienst teilzunehmen oder auch am Experiment. Wer ins Blockhaus kommt, sollte wissen, daß er nicht für sich allein dort ist. Brigitte: Man sollte aber zeitig, möglichst schon vor dem Aufenthalt, erfahren, wer sonst noch anwesend ist. Jürgen: Das ist richtig und wichtig. Ich meine, der Heimleiter sollte die Gruppen, mindestens aber die Gruppenleiter, miteinander bekanntmachen. Vorschlag: Der Heimleiter lädt die Leiter der Gruppen nach dem Abendessen am Samstag zu einem kurzen Gespräch ein. Da ergeben sich ganz bestimmt gute Kontakte. Leiter: Den Vorschlag will ich gerne weitergeben. Also, wie halten wir's mit dem Gottesdienst am Sonntag? Silvia: Wie wir's halten? Ich meine, wir halten Gottesdienst. Über die Form sollten Sie sich mit den anderen Leitern verständigen. Es muß ja nicht die volle Form sein, nach der wir zu Hause verfahren. Und noch eins: Sie bitten am besten die anderen Gruppen, sich zu beteiligen. Und wir laden alle ein. |
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