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![]() DankAlberta Schröder Wer etwas Schönes gesehen und erlebt hat, blickt gern zurück. Nicht einmal tut er es oder zweimal, er tut es, so oft im die Zeit Zeit läßt. Diese zeitraubende Zeit, immer mehr nimmt sie uns die Ruhe, immer mehr macht sie uns arm. Es ist eine Krankheit und eine ansteckende dazu. Sich von dieser Krankheit zu erholen - das Blockhaus Ahlhorn ist der rechte und richtige Platz dazu. Wir kommen vom Land mit dem "weiten Blick", ohne jedoch den "Weitblick" zu haben, und das laute Entzücken und Staunen beginnt genau in dem Augenblick, wo wir die ersten "Baumansammlungen" sehen. Wer kennt schon solche Fahrwege, holprig und schmal - darauf der Bus einherschaukelt, der Fahrer Stöhnt, die Kinder juchzen und die Zweige am Bus entlangstreichen? Das nun also sind die Blockhäuser - traulich anmutend. Wo werden wir wohnen? Diesmal in den Hütten, die etwas abseits neben dem Sportplatz liegen. 3 sind es und ein Gemeinschaftsraum mit einem großen Kamin. Für 8 Tage sind sie unser Eigentum. Auf Nachbarn brauchen wir keine Rücksicht zu nehmen. Die Koffer können gar nicht schnell genug ausgepackt und verstaut werden, der See und die Boote, der Wald und die Pilze locken und verlocken. Sind auch die Nebel des Morgens so dick wie die Schwaden, die beim Schlachten dem Wurstkessel entsteigen, der späte Sommer hat noch lauter warme Tage, und das Baden wird zu einer nicht zu unterdrückenden Lust. Die Schaukel ist auch so ein lustbetontes Gerät und verschafft "überirdisches" Empfinden. Balanceakte über Balken und Wippe sind genau so an der Tagesordnung wie Ballspiele und bunter Rasen. Im Wald sind wir zu laut, kein Wild zeigt sich, aber aus den verschiedenen Seen springen ab und an Karpfen in die Höh', um Luft zu schnappen, klatschen zurück in ihr Element. Still stehen am Grabenrand entlang des Waldes Schierling, Zaunrübe, Seidelbast, Tollkirsche u. a. In den Anlagen blüht so zart und fein die Herbstzeitlose, der Ginster macht sich überall breit, aber weiter weg nach Sage zu liegt vor uns wie ein Teppich die lieblich blühende Heide. Interessierte finden sich ein, mit Herrn Forkel, dem Pilzsachverständigen, die heimischen Röhren- und Blätterpilze zu suchen. Wir finden Birkenpilze, Maronenröhrlinge, auch Pfifferlinge, Täublinge und Perlpilze. Herr Forkel zeigt den Kindern beim Spaziergang durch den Wald viele Pilze, auch den giftigsten in unseren Wäldern, den Knollenblätterpilz. Ein Pilzgericht aus Maronen- und Birkenpilzen, in der Küche selbst zubereitet und trotzdem von manchen mit Skepsis genossen, belohnt die eifrigen Sammler. Vergessen wir nicht die Abende am Kamin. Lodernd züngelt die helle Flamme zum Schornstein, schwächer werdend, wenn sie keine neue Nahrung bekommt. Sprickels und Scheite wurden gesammelt und gestapelt. Doch ewig hungrig ist das Feuer, sonst stirbt es. Im hellen, flackernden Schein tanzen die Jungen und Mädchen, ihre Schatten beleben die Wände. Sie werden freier, mutiger, singen Songs und Schlager und Küchenlieder, wie sie ihnen in den Sinn kommen. Das Zutrauen wächst, auch das Vertrauen, und ein unsichtbares Band, eine Kette von Eindrücken und Erlebnissen umschließt alle, die einmal im Blockhaus Ahlhorn 8 Tage lang "ganz anders" lebten. Ein "gewisses Lächeln" breitet sich aus. Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens. |
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