Zur Startseite (sollten Sie diese Seite ohne Menürahmen sehen, bitte hier klicken!)1967: Blockhausbrief Nummer 12

Inhalt:

Titel
Das Blockhaus in unserer oldenburgischen Heimat
"Was ist eigentlich gemeint, wenn wir vom 'Glauben' reden?"
Der Jahreslauf
"Er lud auf sich unsere Schmerzen"
Die Laterne
Religionspädagogische Tagungen in Ahlhorn
20 Jahre Jugendarbeit im Blockhaus Ahlhorn
Ein weiterer Beitrag ...
Kurzbeiträge der Gäste aus der Zeit vom 16.11.1966 bis 15.11.1967
Am Kamin
 

Folgender Brief wurde als Faksimile
des handschriftlichen Originals abgedruckt:

Bremen
24.X.67
(Termin natürlich schon verpaßt!)
?

Müsset im Naturbetrachten
Immer eins wie alles achten:
Nichts ist drinnen, nichts ist draußen,
Denn was innen, das ist außen.
So ergreifet ohne Säumnis
Heilig öffentlich Geheimnis
                          (Goethe)

Ahlhorn - nicht das Dorf, das im Kreuzpunkt der Land-Straßen dem Spektakel des Überlandverkehrs ausgeliefert ist, sondern "das Blockhaus" ist unser Ahlhorn, die Waldinsel der Stille, wo uns mit Zeichenstift und Malkasten die Zwiesprache mit der Natur echte conditio sine qua non bleibt. - Hier in dieser Baum- und Teichlandschaft werden wir wieder ein Stück Natur im Raume der Natur. Da ist die Luft inspirierend. Mit feinem Strich auf dem Zeichenbogen verwandelt der Schüler die betrachtete Natur in schwarze oder farbige Spuren des geheimnisvoll Wachsens und Gewachsenen, - formuliert er seine Zeichen. -

"Wär' nicht das Auge sonnenhaft, wie könnten wir das Licht erblicken?" (G[oethe])

So arbeitet das achtende Auge im Studium der Natur bim Zeichnen und Malen entlang an den unerschöpflichen Formen und Quellen.

"Aber das Zufällige muß verwesentlicht werden" (Klee).

Das zunächst Chaotische muß der Schüler klären, und er begreift, daß die bildnerische Form sich nur mit Geduld und Konzentration in atemloser Stille -, vielleicht unter einem Vogelruf oder einem Flöten- und Geigenklang seiner Kameraden vom Blockhaus herüber - aus der realistischen Natur durch mühseliges Beobachten, Denken und Ahnen "herausreißen" (Dürer) läßt.

Dieses in der Arbeit entstehende Erlebnis der Naturbegegnung aber geschieht unter einem besonderen Stern: nämlich inmitten menschlicher Geborgenheit und echter Freiheit, die uns die Blockhauseltern gewähren und schenken.

(kein Verfasser)

Lieber Herr von der Dovenmühle! Zehn oder zwölf Zeilen, sagte mir Herr Trittin; streichen Sie also bitte, "denn was darüber ist, ist von Übel". Möglich, daß die ganze "Richtung" meines Elaborats überhaupt nicht stimmt; dann natürlich in den Papierkorb! Vielleicht aber haben Sie auf einen ganz anderen Wunsch gemeint; wenn es zeitlich noch geht, Sie wissen, erfülle ich ihn Ihnen sehr gern. [Rest nicht zu entziffern].

Ihr H[?] Popp

Faksimile
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