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Eine bunte GesellschaftDie Ökumenische Abteilung von Innerer Mission und Evang. Hilfswerk veranstaltet jährlich eine Studienreise mit ausländischen ökumenischen Stipendiaten durch das Gebiet einer Landeskirche. Vom 2.-12. März d. Jrs. kam eine Gruppe von Studenten und Studentinnen nach Oldenburg aus 18 deutschen Städten: Berlin-2, Bethel-1, Bonn-2, Erlangen-4, Esslingen-2, Göttingen-2, Hamburg-2, Heidelberg-2, Kiel-1, Marl-1, Mainz-2, Marburg-1, München-2, Münster-1, Neuendettelsau-1, Nürnberg-1, Tübingen-2 und Wuppertal-1, 15 Ländern: USA-6, England-3, Frankreich-1, Finnland-3, Griechenland-1, Südafrika-3, Nigerien-2, Jordanien-2, Irak-1, Syrien-2, Libanon-1, Indien-1, Korea-2, Formosa-1, Japan-1, 10 Kirchen: Evang.-4, Evang.-luth.-9, Evang.-ref.-2, Anglikaner-4, Presbyt.-4, Orthodox-3, Method.-2, Süd Indische K.-1, Episcop.-1, Vereinigte Kirche v. Japan-1 und 8 Berufen: Theologen-20, Medizin-6, Elektro-techn.-1, Philosophie-1, Germanistik-1, Dolmetscher-1, Kirchenmusik-1 und Maschinenbau. Zwei Tage weilten sie im Blockhaus Ahlhorn, um sich gegenseitig kennenzulernen und um über den Ablauf ihrer Reise durch das Oldenburger Land zu sprechen. Oberkirchenrat Dr. Hemprich gab eine Einführung in die Geschichte der Evangelischen Kirche in Deutschland und Pastor Duwe sprach über Gemeindearbeit in der Oldenburgischen Kirche. Nach einem Lichtbildervortrag über die Landschaft, in der das Blockhaus liegt, und über die Arbeit im Hause entwickelte sich zwischen den Studenten und Teilnehmern einer Rüstzeit für Soldaten ein lebhaftes Gespräch. Von der Arbeitergemeinde in der Großstadt Wilhelmshaven über die Landgemeinde Westerstede und die Diasporagemeinde Cloppenburg gab es bis hin zu der sogenannten "Schlaf- oder Satellitenstadt" Bremen-Vahr einen interessanten Querschnitt durch das Leben bei uns. Waren schon die verschiedenen Namen oft schwer aussprechbar und noch schwerer zu behalten, so stand man vor immer neuen Problemen, wenn die Erfahrungen und Grundauffassungen der einzelnen Teilnehmer gegeneinander standen. Wie sollte auch die temperamentvolle Griechin vom Verständnis ihrer orthodoxen Kirche her sich mit dem Lutheraner aus Finnland über die schwierige Frage "Heilige und Heiligung" ohne weiteres verständigen können? Die Teilnehmer waren alle von den geschichtlichen Erfahrungen ihrer Länder, den Sitten und Gebräuchen ihrer Völker und auch von den theologischen Lehrmeinungen, die in ihrer jeweiligen Kirche vorherrschen, stark geprägt. Leidenschaftlich beharrte jeder bei seinem Standpunkt, wenn es um die Spannungsfelder in der Welt ging. Aber, gerade wenn die Meinungen hin und her gingen, spürten wir, wie sehr wir eine starke Gemeinschaft waren, die eine ganze Menge tragen und ertragen konnte. Wir waren eben nicht unter einer schwärmerischen Parole zusammengekommen, sondern erfuhren täglich neu die Gemeinschaft unter dem Wort, im Gebet, im Loben und Danken und in der Anbetung. Die Kinder der Schulklasse wird es in der Cloppenburger Kirche sicherlich sehr beeindruckt haben, diese jungen Menschen aus aller Welt gemeinsam bei der Feier des Heiligen Abendmahls zu erleben. Manche Beobachtung und Erkenntnis dieser Studienfahrt wird aber auch ebenfalls in unseren Gemeinden und in den gastgebenden Familien nachwirken. Die Ökumene, die weltweite Gemeinschaft der Kirchen ist nicht allein eine Sache großer Konferenzen und von Kirchenführern, sondern - das sind wir alle -. Ökumene fängt zu Hause an, hieß daher dann auch auf dem Gemeindeabend in Cloppenburg. Beeindruckt hat überall die Gastgeber, wie schlicht und ernst diese fröhlichen jungen Menschen aus fast allen Erdteilen ihren Glauben leben. Der Landesgeschäftsführer der Evangelischen Männerarbeit in Oldenburg, Günther Heuer, der die bunte Gesellschaft begleitete, berichtete uns über die Studienfahrt. Wie aus vielen Briefen hervorgeht, hat er Freunde in aller Welt gewonnen, die ihn auch noch nicht vergessen haben. |
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