Zur Startseite (sollten Sie diese Seite ohne Menürahmen sehen, bitte hier klicken!)1964: Blockhausbrief Nr. 9

Inhalt:

Titelseite
Zum Geleit
Der Einzelne in der Gemeinschaft
Predigttext zum 13. Sonntag nach Trinitatis
Kain oder Christus
Neunzehn Jahre Baumweg
Die Ungarn
"Die Reformierten sind gleich wir..."
Rüstzeiten für Soldaten im Blockhaus Ahlhorn
Kartoffeln rösten
Kurzbeiträge der Gäste zwischen dem 1. November 1963 und 1. November 1964
Aus einem Brief
 

Predigttext zum 13. Sonntag nach Trinitatis

1. Mose 4,1-16a

Chr.Kaestner

Der Mensch erkannte Eva, sein Weib, und sie wurde schwanger und gebar den Kain und sprach: "Kaniti - einen Sohn bekam ich mit Hilfe des Herrn." Danach gebar sie seinen Bruder, den Abel. Abel wurde ein Schafhirt, und Kain arbeitete auf dem Acker.

Dann geschah es, am Ende eines Tages: Kain brachte dem Herrn ein Opfer von den Früchten seines Feldes. Und auch Abel brachte ein Opfer von der Erstgeburt seiner Schafe, besonders von ihrem Fett. Der Herr achtete auf Abel und sein Opfer; doch auf Kain und sein Opfer achtete er nicht. Da wurde Kain sehr zornig, und er blickte zu Boden. Und der Herr sprach mit Kam: "Warum entbrennt dein Zorn? Warum blickst du zu Boden? Ist es nicht so: Wenn du Gutes vorhast, hast du einen freien Blick, doch wenn du nichts Gutes vorhast, dann lauert die Sünde vor deiner Tür? Du mußt Herr über sie werden." - Da wandte sich Kain an seinen Bruder Abel, und dann geschah es: als sie auf dem Acker waren, da stand Kain gegen Abel auf und schlug seinen Bruder tot.

Danach sprach der Herr zu Kain: "Wo ist Abel, dein Bruder?" Kain antwortete: "Ich weiß es nicht. Muß ich denn auf meinen Bruder aufpassen?"

ER aber sprach: "Was hast du getan? Hör doch, deines Bruders Blut schreit aus dem Acker zu mir. Jetzt sollst du verflucht sein! Du mußt von dem Acker, der das Blut deines Bruders aus deiner Hand empfangen mußte. Wenn du den Acker bebaust, gibt er dir künftig seine Kraft nicht mehr. Unstet und flüchtig sollst du auf Erden sein." Da sprach Kain zu dem Herrn: "Meine Strafe ist zu groß, ich kann sie nicht tragen. Sieh doch, du treibst mich heute vom Acker, und auch vor dir muß ich mich verbergen. Auf Erden bin ich unstet und flüchtig. Jeder, der mich findet, kann mich töten." Und der Herr antwortete ihm: "So soll es nicht sein; wer Kain tötet, wird siebenfach Strafe empfangen." Und der Herr machte dem Kain ein Zeichen, damit niemand, der ihn fände, ihn erschlüge. So zog Kain fort vom Angesicht des Herrn.


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