Zur Startseite (sollten Sie diese Seite ohne Menürahmen sehen, bitte hier klicken!)1962: Blockhausbrief Nr. 7

Inhalt:

Titelseite
Zum Geleit
Gerettete Welt
Das Tal der Lethe
Blockhaus Ahlhorn - einmal anders
Mit Konfirmanden in Ahlhorn
Musische Woche in Ahlhorn
Jugenderholung im Blockhaus
Erlebnisreiche Ferientage im Blockhaus
Kurzbeiträge der Gäste zwischen dem 1. Juli 1961 und 1. Oktober 1962
Etwas Heimweh nach Ahlhorn
Aus einem Brief
 

Jugenderholung im Blockhaus

Ursula Suckert

Das Jugenderholungslager ist in den letzten Jahren zu einer ständigen Einrichtung im Blockhaus Ahlhorn geworden. In diesem Jahr war es eine verhältnismäßig kleine Gruppe. 30 Jungen, die meisten im Alter von 11-15 Jahren, wurden von den drei Gruppenleitern, Herrn Groth, Herrn Lehnert und Fräulein Suckert betreut.

Ruhige und lebhafte Heimspiele, Sing- und Bastelstunden sowie ein Tischtennisturnier ließen die Jungen vergessen, daß das Wetter in den ersten 10 Tagen wenig erfreulich war. Die älteren Jungen sahen auf Einladung der im Blockhaus tagenden Matthias-Filmgesellschaft die Filme "Das geteilte Herz" und "Ein Inspektor kommt". Ein anschließendes Gespräch zeigte, daß sie begriffen hatten, welche Fragen und Probleme die Filme aufwerfen wollten.

Ausgedehnte Wanderungen, denen die oft schwierige Überquerung der Zuleitergräben einen besonderen Reiz gab, Bootsfahrten und "Seeschlachten", deren Höhepunkt es war, als die Leiter ein mehr oder weniger un-. freiwilliges Bad in voller Kleidung nahmen, ein Lagerfeuer, eine Nachtwanderung und das spannende Fußballturnier machten die drei Wochen zu einem großen Erlebnis.

Aber auch bei den Andachten zeigten die Jungen, daß sie mit ganzem Herzen in der Gemeinschaft standen und teilnahmen. Das beweist die Frage eines älteren Jungen, warum Jesus sich bei der Verkündigung des Evangeliums auf die Juden beschränkt habe, und die Antwort eines 11-,jährigen: "Er hat doch zu seinen Jüngern gesagt: Gehet hin in alle Welt. Das war eben deren Auftrag."

Der Abschiedsabend, von dem der "Don-Kosakenchor" unter Leitung von H. Groth besonders hervorgehoben werden muß, rundete diese Zeit ab.

Als die Jungen am 17. Juli wieder nach Hause fuhren, waren es nicht nur die selbstgebastelten Modellbaate und die Lagerfotos, die sie mitnahmen, sondern, wie ihre Briefe und Karten beweisen, vor allem die Erinnerung an eine fröhliche Jungengemeinschaft.

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