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Wiedersehen mit dem "BLOCKHAUS"Dr. Werner Schulte
Es ist jetzt innerhalb von zehn Jahren das dritte Mal, daß ich mit einer Oberprima des Gymnasiums der Stadt Neheim-Hüsten im Blockhaus acht Tage verbringen durfte. Diese Klassen waren vor ihrem Blockhaus-Aufenthalt in Rothenburg ab der Tauber, am Main, an Mosel, Lahn und Rhein, am Bodensee, im Harz, in Luxemburg und in der deutschen Hauptstadt Berlin. Viele Schüler waren außerdem einzeln und in Gruppen in England, Frankreich und Italien. Da darf man fragen, warum wir dann noch nach Ahlhorn kamen; und diese Frage vertieft sich, wenn ich wahrheitsgemäß feststelle, daß die Schüler in diesem Jahre wie zu anderen Malen fast allgemein und übereinstimmend bezeugten, daß die Tage im Blockhaus für sie etwas Besonderes waren, ja eine Art Krönung ihrer Schulfahrten bedeuteten.
Konzert im Großen SaalDa sind die "Anlagen", Rasen, Mohn, Maiglöckchen, Fingerhut und viele "künstliche Pflanzungen", und in ihrer Wirkung ist gar nichts von Plan und Erdachtem. Sie zeugen von pfleglichen Händen als von etwas Selbstverständlichem. In solchen sich schaffenden und bedingenden Wechselbeziehungen ereignet es sich, daß Insel und Weite, offene Türen und Geborgensein, Einsamkeit und Miteinander, Höhe und Tiefe ihre Gegensätzlichkeit verlieren, daß sich der Widerspruch aufhebt, daß beglückende Möglichkeiten des Menschseins aufleuchten. Ein Gottesdienst verband Erwachsene, die sich zu einer Einkehr zusammengefunden hatten, und musizierende Schüler; ein Schwalbenpaar flog über die Köpfe der Andächtigen ein und aus; und wir hörten: Liebe und Furcht schließen sich gegenseitig aus, Tod ruft nach dem Leben, Ewigkeit erwächst aus der Stunde der Zeitlichkeit. Könnten wir das für unser persönliches, für das öffentliche und für unser politisches Leben gewinnen! So fügte sich vieles, Vertrautes als stets Neues. Dieses "Blockhaus" ist ein großes Geschenk. Wir danken, daß es blieb, was es war; und wir vertrauen, daß es sein wird, was es ist. | |
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