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Kurzbeiträge der Gäste vom 1. Mai 1959 bis 1. Juni 1960
(Auswahl)
Schule Wittenberge / Herr Friedritz
(25. 5.-29. 5.1959, 27 Teilnehmer)
Eine Woche verbrachte die gemischte Oberklasse der Volksschule Wittenberge einen schönen Aufenthalt im Blockhaus. In diesen Tagen lernten die Jungen und Mädchen ganz unbewußt das, was in der täglichen Arbeit in der Schulstube kaum erreicht werden kann. Das Zusammenleben in den mit bis zu sechs Kindern bewohnten Stuben, das Einfügen in die ungeschriebenen Gesetze des gegenseitigen Helfens, der Rücksichtnahme, das Leben bestimmter Tisch- und Gemeinschaftssitten, die Übernahme kleiner Dienste und Arbeiten, der gemeinsame Sport im, am und auf dem Wasser, die Spiele im Wald, die Wanderungen um die Teiche und in die wald- und heidereichen Gegenden... all das sind Werte, die in einem solchen Aufenthalt gewannen werden. Wirkliche Erlebnisse waren besonders die Abendstunden bei der Begegnung mit fremden Schulkindern bei Lied, Vorlesung, Spiel und Gemeinschaftstanz. Man kann nur wünschen, daß man mit seiner Klasse öfter solche Heimaufenthalte erleben könnte, berichtete der Schulleiter Rudolf Friedritz aus Wittenberge.
Treffen für farbige Ausländer / Herr Mehl
(6. 6.- 7. 6.1959)
Das Amt für den Öffentlichkeitsdienst der Bremischen Kirche hatte farbige Ausländer, die als Studenten, Ingenieure und Praktikanten in der Hansestadt leben und arbeiten, zu einer Tagung ins Blockhaus Ahlhorn eingeladen. Junge Männer aus Indien, Ceylon, Nigeria, Syrien, dem Irak und Algerien nahmen daran teil. Sie haben in ihrer Heimat höhere Schulen besucht und das Abitur gemacht. Außer einem Neger (Baptist) und zwei evangelischen Christen aus dem Irak und Algerien waren die Teilnehmer Moslems und Hindus. Wie der Leiter der Tagung, Sozialsekretär Mehl, sagte, gehe es darum, den jungen farbigen Ausländern ein gutes und vollständiges Bild von Deutschland zu vermitteln, das sie später in ihre Heimat mitnehmen. Es gilt ihnen verständnisvoll und hilfsbereit kameradschaftlich ein Tatchristentum vorzuleben, ohne einen missionarischen Zwang anzudeuten.
Rhein-Elbe AG, Zeche Bonifacius, Berglehrlinge / Herr Haib
(1. 6.-15. 6.1959, 18 Teilnehmer)
Die Zechen Bonifacius, Graf Moltke, Pleto, Zollverein und Holland der Rheinelbe Bergbau AG, Gelsenkirchen, wählten auch in diesem Jahr das Zeltlager beim Blockhaus Ahlhorn als Erholungsaufenthalt. In drei Gruppen mit je 50 jungen Bergleuten wohnten die Gäste 14 Tage in den großen Wohnzelten, die mit Holzfußböden ausgelegt und bis zur Zeltdachhöhe mit Seitenwänden aus Hartfaserplatten versehen sind. In den eingebauten Schränken konnten sie ihre Sachen gut unterbringen. In allen Zelten ist elektrisches Licht installiert und jedes Zelt hat seinen Namen: Dachsbau, Karnickelröhre, Fuchsbau, Damwildsuhle und Reiherhorst. Die Jungen tummelten sich bei dem schönen Wetter in erster Linie auf dem Helenensee. Sie lernten die Umgebung des Blockhauses kennen. Ganz besonders begeisterte Forstmeister Hulverscheidt die jungen Bergleute mit seinem Vortrag. Er wird hier im Blockhaus der "Wilhelm Busch des Waldes" genannt.
Religionspädagogische Tagung, Oldenburg / Frau Prof. Dr. H. Ramsauer (10.10.-14.10.1959, 50 Teilnehmer)
In der Zeit vom 10. bis 14. Oktober fand im Blockhaus Ahlhorn die religionspädagogische Tagung statt, die alljährlich Absolventen und Studenten der Pädagogischen Hochschule Oldenburg zusammenführt unter der Leitung von Professor Dr. Helene Ramsauer, Pädagogische Hochschule in Oldenburg. Das Gesamtthema lautete "Kirche und Welt". Etwa 50 Teilnehmer freuten sich der herbstlich leuchtenden Wälder, arbeiteten aber auch intensiv mit an den ausgewählten Bibeltexten, in denen die Spannung zwischen der "Gemeinde im Neuen Testament" und der Kirche als Institution deutlich wurde. Pastor Haas (Leer) klärte in einem umfassenden Referat "Intellekt und Glaube" das Verhältnis von Vernunft und Glaube; Pastor Ferdinand Immer (Emden) gab mit einem Bericht "Das Evangelium und das christliche Leben in der DDR" einen Eindruck von der Lage der Kirche drüben, klärte weiter mit seinem Thema "Kirche und Sozialordnung" den Unterschied zwischen Kirche und Gesellschaft einerseits und die doch vorhandene Beziehung der Kirche zu den Sozialstrukturen der Welt andererseits. Die Gefahr der Milieuverengung der heutigen Kirche wurde dargestellt und damit jedem Hörer die Verantwortung für den aktiven Dienst der Glieder der Gemeinde Christi in der Welt vor Augen gerückt. Träger der Tagung waren die Ev.-ref. Kirche in Nordwestdeutschland, die Ev.-luth. Kirche in Oldenburg und die Pädagogische Hochschule in Oldenburg. Den sonntäglichen Gottesdienst hielt Pastor Immer.
Ev. Akademie Oldenburg; Tagung: "Das moderne Theater" / P. Dr. Schultz (14.11-15.11.1959, 56 Teilnehmer)
Im Blockhaus Ahlhorn veranstaltete die Evangelische Akademie in Verbindung mit Mitgliedern des Staatstheatern Oldenburg eine Tagung, die unter dem Thema stand: Das moderne Theater und sein Publikum.
"Das moderne Theater besteht nicht nur aus lonesco und Brecht. Sein Radius umspannt das Theater in der Antike bis zum Antitheater von lonesco, denn ohne die Antike ist die Moderne gar nicht denkbar", sagte E. Dietz, der Intendant des Oldenburger Staatstheaters, in seinem Eingangsreferat zu dem Thema. Er stellte die These auf: "Wir verstehen die Moderne nicht, weil wir nicht altmodisch genug denken." In seinen weiteren Ausführungen wies er darauf hin, daß die heutige Wirtschaftsform des Theaters zu sehr verbürokratisiert sei und eine Reform sehr notwendig wäre. Während der Diskussion über die Forderungen, die man heute an ein Theater stellen müßte, meinte der Intendant: "Das Theater war und bleibt immer ein Kind seiner Zeit. Der Spielplan muß natürlich möglichst vielseitig sein' doch möge man sich davor hüten, das Theater einseitig einengen zu wollen.
Abends lasen Frau Schwerdtfeger und die Herren Amberger, Degner und Rothe zwei Einakter des jungen spanischen Dichters Fernando Arrabal: "Picknick im Felde" und "Die beiden Henker". Die Werke beeindruckten alle Tagungsteilnehmer, wie die anschließende rege Aussprache bewies. Nach dem Sonntagsgottesdienst, den Pastor Dr. Schultz hielt, wurde von denselben Mitgliedern des Staatstheatern ein weiterer Einakter von Fernando Arrabal, "Gebet", gelesen. Anschließend hielt Oberstudienrat Dr. K. Gerke (Oldenburg) ein Korreferat. Er entwickelte dabei folgende Gedanken: Das Thema verlangt eine Analyse des Publikums und des Theaters, um die gegenseitige Abhängigkeit zu verstehen. Die Form des Publikums ergibt sich aus der Gesamtstruktur der Gesellschaft. Diese Gesellschaft ist heute im Umbruch begriffen, weil eine neue Schicht von unten herauf kommt. Diese Schicht hat sich aber noch nicht zu einem kulturtragenden Faktor entwickelt. Sie ist also weitgehend unsicher und reagiert deshalb nicht auf Anrede. Es ist notwendig, ein neues Publikum zu entwickeln. Dieses wird dann aus sich heraus ein neues Theater schaffen. Dieses Publikum ist verstreut vorhanden, müßte gesammelt und gebildet werden, damit es die modernen Stücke versteht. In der sehr lebhaften Schlußansprache konnte man sich darauf einigen, daß das Theater von heute die Aufgabe hat, dem Publikum zu einer redlichen Meinungsbildung zu verhelfen.
Die Evangelische Akademie hat mit diesem ersten Gespräch zwischen dem Theater und seinem Publikum einen gelungenen Anfang gemacht und sollte sich weiter dieser Aufgabe widmen.
Ev. Akademie Oldenburg, "Landwirtschaft und Industrie" / Kirchenrat Kiausch (11.12.-12.12.1959, 34 Teilnehmer)
Kirchenrat Kiausch, Westerstede, hatte wieder zu einer zweitägigen Akademie-Tagung eingeladen, um dabei mit den Teilnehmern über das Thema nachzudenken: "Sind Landwirtschaft und Industrie, Bauer und Arbeiter Gegensätze?" - Damit wurde nicht nur ein Gespräch fortgesetzt, das auf einer ähnlichen Tagung vor einem Jahr im Blockhaus Ahlhorn begann. Diesmal nahm man auch zu Problemen Stellung wie Preisgefüge, Zwischenhandel, Auswirkung der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, Fünftagewoche und landwirtschaftliche Arbeitskräfte. Bei dieser Tagung waren auch Vertreter des DGB als Gesprächspartner anwesend, während allgemein bedauert wurde, daß Vertreter des Groß- und Einzelhandels und der Genossenschaften der Einladung nicht gefolgt waren.
Nach der Begrüßung durch Bischof D. Jacobi sprach zunächst Landwirt Marahrens aus Gerden bei Celle, der Vizepräsident des Niedersächsischen Landvolkverbandes. In diesem Referat wurde die Frage aufgeworfen: "Wo steht die Landwirtschaft in der Gesamtheit des Volkes, und welche Aufgaben sind ihr übertragen?" Der Vortragende betonte, daß sich die Spannungen des bäuerlichen Menschen zu seiner Umwelt - und ganz besonders zur Stadt - weithin aus dem Gebundensein an Grund und Boden und aus den unübersehbaren Wechselfällen der Natur im Zeitalter einer Technik ergeben. Der Bauernstand sei dadurch in eine schwierige Lage gekommen. Heute ist es möglich, während Nässe- und Dürrejahren mit dem Schiff und Flugzeug aus anderen Erdteilen alle Ernährungsgüter, die ein Volk benötigt, zu holen. Früher hätten solche Schäden Hungerjahre ausgelöst.
Im anschließenden Korreferat betonte Dipl.-Volkswirt Karl Schmarbeck vom DGB: "Landwirtschaft und Industrie sind Gegensätze, soweit es die Produktion angeht, insbesondere wenn man die Ausweitungsmöglichkeiten der Industrie in Betracht zieht. Die Landwirtschaft muß sich bemühen, marktgerechter zu produzieren und die Betriebe noch weiter in tragbaren Grenzen zu rationalisieren." In seinen weiteren Ausführungen wies Schmarbeck darauf hin, daß sowohl die Gewerkschaften als auch alle Parteien privates Eigentum anerkennen.
In der folgenden Aussprache wurde übereinstimmend festgestellt, daß Arbeitszeitverkürzung auch in der Landwirtschaft möglich ist' diese aber nicht am Vorbild des lndustriearbeiters gemessen werden kann, da dort andere Produktionsbedingungen vorliegen. Weiter wurde gemeinsam festgestellt, daß der Anteil der Agrarproduktion in der Volkswirtschaft erhalten bleiben muß. Ein Bauer meinte allerdings in dieser Aussprache: "Ich bedaure aussprechen zu müssen, daß bei der heutigen Zusammensetzung der Bevölkerung 12,7 Prozent landwirtschaftlich gebundener Kräfte, die um ein gerechtes Entgeld für ihre Produkte kämpfen, von den 87,3 Prozent Verbrauchern, die naturgemäß ein Interesse an billigen Lebensmitteln haben, überstimmt werden. Für den Bauers kann nach der heutigen Sicht niemals wieder eine Rentabilität für die Landwirtschaft herausspringen, deshalb ist der Bauer still geworden und findet den Mut nicht mehr, sich selbst in dieser aussichtslosen Lage noch zu verteidigen. Ihm bleibt nichts weiter übrig, als Gott zu vertrauen, daß die Bitte "Unser täglich Brot gib uns heute" auch heute noch seinen Sinn hat. Er kann helfen, daß der Bauer, der sich von morgens früh bis abends spät um dieses Brot müht, in der höheren Daseinsordnung doch den Platz behält, und daß Gott, wenn menschliche Kräfte auch dagegen sprechen, ihn im Wandel der Zeit nicht fallen lassen wird."
Akademietagung "Handwerk in der Bewährungsprobe" / Kirchenrat Kiausch (30.1.-31.1.1960, 35 Teilnehmer)
Die Evangelische Akademie Oldenburg veranstaltete unter Leitung von Kirchenrat Kiausch in Verbindung mit der Handwerkskammer in Oldenburg und der Junghandwerkerschaft im Bezirk Oldenburg eine Tagung im Blockhaus Ahlhorn. Dazu waren Handwerksmeister, Gesellen, ältere Lehrlinge, Handwerkerfrauen, Berufsschullehrer und Pastoren eingeladen. "Das Handwerk wird nicht untergehen, wenn es sich der technischen Entwicklung anpaßt. Wohl sei die Anzahl der Handwerksbetriebe zurückgegangen, doch habe die Zahl der Beschäftigten im Handwerk zugenommen. Durch den Strukturwandel schrumpfen manche Handwerksbetriebe zusammen, neue entstehen und andere weiten sich aus", sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Dipl.-Ing. Zillhardt, während seines Referates. Er sprach über das Thema "Rationalisierung im Handwerk". - Kammerpräsident Adolf Ahrens (Delmenhorst) sagte in der Aussprache, daß auch der Handwerker irgend einen Umbruch seiner Daseinsbedingungen verspüre; er merke immer mehr, wie sich auf politischem, wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Gebiet Wandlungen vollziehen, denen er nicht ausweichen könne. Das Nachdenken in einer stillen Stunde lohne sich, um wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. - Es gibt etwas wie eine Unsicherheit gegenüber der Echtheit im Handwerk, meinte Kirchenrat Kiausch in seinem Referat "Seelsorge am Handwerk". Er nannte dabei als Beispiel das Schusterhandwerk, wo in der Werkstatt weithin nur noch Flickarbeiten getan werden. Manch einer beobachtet diese Entwicklung mit Schmerz, doch sollten wir uns nicht der Utopie hingeben, daß alles beim Alten bleiben müßte. Gott geht es nicht um Verewigung einer Sozialordnung. Wer ist der Mensch, an dem die Seelsorge geübt werden soll? - Erst die Kenntnis von der Situation, in dem der andere sich befindet, ist die Voraussetzung für rechte Seelsorge.
Eine rege Aussprache schloß sich diesem Referat an. Ein Handwerksmeister meinte daher, daß wohl eher trotz des allgemeinen Wohlstandes eine Unsicherheit im Leben spüre. Die rechte Seelsorge könne auf manche Fragen, die jeder mit sich herumträgt, Antwort geben. - "Handwerk und Junghandwerk in der Bewährungsprobe" war das Thema des letzten Referats, das der Vorsitzende des niedersächsischen Junghandwerkerbundes' E. Meißner (Visselhövede), behandelte. Er trat für eine gediegene Ausbildung ein, die für den einzelnen Handwerker nie aufhören dürfe, sondern immer den jeweiligen Verhältnissen angepaßt werden müßte.
Evang. Akademie Oldenburg, "Kirchbau" / P. Dr. Schultz
(11.3.-12.3.1960, 46 Teilnehmer)
Zu einer Akademietagung hatte der Leiter der Evangelischen Akademie in Oldenburg, Pastor Dr. Schultz, Pfarrer und Mitglieder der Gemeindekirchenräte eingeladen, um mit ihnen über modernen Kirchenbau zu sprechen. Dipl.-Ing. Peter Lehrecke, ein Architekt aus Berlin, der dort auch schon Kirchen gebaut hat, sprach eingehend über das Thema: "Kirchenbau heute", aus der Sicht eines Architekten.
Er betonte u. a.' daß wir durch die moderne Technik in sehr einschneidende Umwälzungen auf fast allen Gebieten des Lebens geraten seien. So erforderten zum Beispiel die Fragen der Kirchen, der Überbevölkerung, der Missionen, der Stellung zum Judentum, das Verhältnis der Kirchen untereinander und der Kirche zum Staat neue. verbindliche Antworten. Da aber diese Fragen bisher nicht wirksam beantwortet seien, könne es nicht ausbleiben, daß der Kirchenneubau eine unbestimmte Sache geworden sei, und ein Tummelplatz individueller Lösungen. Wenn aber die Kirche nicht nur kultisch aufgefaßt werde, sondern auch als eine Hilfe in der Beantwortung der elementaren Lebensfragen vom Warte Gottes her, so werde mit dem Fortschreiten verbindlicher Antworten auf diese Fragen auch ein überindividuelles Leitbild für den Kirchenbau sich abzeichnen. Es werde im Zusammenhang mit dem guten neuzeitlichen "sekularen Bauen" stehen. Deshalb sei die Solidarität mit dem säkularen Bauen zu suchen, auch auf die Gefahr hin, daß keine "Kirche" im erwarteten Sinn entstehe. Der umfassende Charakter der Kirche, wie er im Mittelalter und Barock gestanden habe' müsse wiedergefunden werden; was nicht gleichbedeutend zu sein brauche mit Monumentalität, Größe oder Vorherrschaft. Strebe man zur Zeit nur den Kulturbau an, unter Ausschluß des umfassenden Charakters der Kirche, wird man zu keiner allgemein verbindlichen Lösung gelangen.
Pastor Karl Dierken aus Oldenburg-Eversten sprach zu demselben Thema aus der Sicht eines Theologen und führte dabei aus: Dem rein Funktionellen im evangelischen Kirchenbau zu genügen, ist relativ leicht, dagegen das, was über das rein Zweckmäßige hinausgeht und was erst eigentlich die Kirche ausmacht, baulich zu gestalten, das ist die Schwierigkeit. Die Sprache des Bauens ist ja nicht eindeutig und dennoch soll durch sie das ausgesagt werden, was in uns die Empfindung auslöst: hier ist Kirche. Ein Künstler kann dies wohl nur leisten, wenn er um das Selbstverständnis der Gemeinde weiß. Außerdem sollte der Kirchenbau eine zeichenhafte Chiffre sein für den Gottesdienst, der in ihm statthaft wird. Man sollte immer einen guten Architekten auffordern.
Abgeschlossen wurde diese Tagung durch eine Diskussion über Bauberatungen und Finanzierung von Kirchen. Diese Diskussion wurde durch einige grundsätzliche Erklärungen des Oberkirchenrates Dr. Wintermans, Oldenburg, eingeleitet.
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