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Konfirmandenfreizeit im Blockhaus Ahlhorn14 Konfirmanden aus Garrel und MolbergenEigentlich wollten wir mit den Rädern hinfahren, aber das Regenwetter veranlaßte uns doch zu einer Autobusfahrt nach dorthin. So gewannen wir schon bei der Anfahrt die ersten schönen Eindrücke von der nächsten Umgebung des Jugendheimes unserer Landeskirche. Als wir dann nach der Begrüßung das auf einem Hügel gelegene kleine Blockhaus als unser Quartier für drei Freizeittage allein angewiesen bekamen, war bei uns allen die Freude groß. Rasch waren die Schlafräume verteilt, die Betten belegt, der Tischdienst eingeteilt und die ungefähre Ordnung unseres Zusammenlebens besprochen, als auch schon die erste "Schicht" zum Rudern auf dem Helenenteich aufbrechen durfte. Zuerst noch etwas ängstlich, bald aber immer vertrauter mit dem Boot und seinen "mustergültigen" Rudern werdend, gewannen wir alle die schöne Fläche des Sees und seine baumbestandenen Ufer lieb. Nach drei Tagen gab es wohl keine Bucht oder Insel mehr, die wir nicht mit unserer "Passat" oder mit dem wendigen, kleinen grünen Boot angesteuert hätten. Immer wieder kehrten wir mit neuen Eindrücken in unser Hügelblockhaus zu den Mahlzeiten oder zu den Arbeitsstunden mit unserem Pastor zurück. Immer die Aussicht auf den See vor Augen, wurden uns die Geschichten, Gleichnisse und Bilder unserer Konfirmandenbriefe vertraut und im gemeinsamen Lesen dieser Artikel versuchten wir einzudringen in die Zeugnisse vom Werden und Entstehen unserer Kirche. In diesem vertrauten und kleinen Kreise waren wir alle füreinander viel aufgeschlossener als es sonst wohl beim üblichen Konfirmandenunterricht, noch dazu in einer Schulklasse, möglich gewesen wäre. Wir begriffen sehr schnell, warum mehrmals im Jahre für die Erhaltung dieses Jugendheimes eine Sonntagskollekte von unseren Eltern und auch von uns erbeten werden muß. Die gemeinsame Morgenandacht, das Singen und Beten vor und nach den Mahlzeiten, das Abendsingen und nicht zuletzt das Gutenachtsagen und dann doch noch wieder den gemeinsamen Tageslauf in leisem Austauschgespräch mit dem Bettneben- oder Obermann rückschauend zu erleben, das bleibt, so meinen wir jedenfalls, in der Erinnerung aller Beteiligten. Die Spaziergänge auf den nahen und weiten Wegen um das Heim herum zeigten noch einmal die einsame Schönheit der Seen und Wälder, der Wiesen und vom Schilf bewachsene Ufer, sie ließen ein eindrückliches Bild in unserem Sinn zurück, wie nötig der heute so gehetzte Mensch eine solche Zuflucht in die freie Gottesnatur braucht. Wir empfanden die Tage des gemeinsamen Lebens im Blockhaus Ahlhorn als eine Befestigung und Verwirklichung dessen, was wir wohl im Unterricht immer von unserem Pastor zu hören bekamen. Unser Dank, daß wir dabei sein, konnten, gilt unseren Eltern, der Gemeinde und der Landeskirche, die uns alle halfen, diese Freizeit zu bestreiten. |
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