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Freizeiten in Ahlhorn für "Reformierte", "Lutherische" und "Andere"Frau Prof. Dr. H. RamsauerWas damit gemeint ist? Jedes Jahr treffen sich im Herbst in Ahlhorn reformierte, lutherische und freikirchliche Studenten unter der Leitung der Pastoren A. Haas, Leer und F. Immer, Emden; zugleich von der Fachdozentin der Pädagogischen Hochschule Oldenburg betreut. Eine nebenamtliche Dozentur an der Hochschule arbeitet in dieser Form: eine Woche werden konzentriert Themen behandelt, die "anliegen" im wahren Sinne des Wortes. Einmal waren es Weltanschauungen verschiedenster Richtung, die dargestellt wurden und zur Stellungnahme nötigten; diesmal ging es um "Christentum und Marxismus". Den Hörern wurde es nicht leicht gemacht. Tief gehende Analysen des Marxismus wurden geboten; eine soziologische Struktur seit der Französischen Revolution entfaltet, nach dem ersten Auf treten des Atheismus gefragt. Dabei wäre es zu billig gewesen, vom festen Standpunkt des Christen aus gleich mit Antworten zur Stelle zu sein. Vielleicht wurde den jungen künftigen Lehrern und Lehrerinnen die Verantwortung deutlich, die Probleme unserer Zeit ernst zu nehmen, Gefahren zu sehen und eine eigene Beteiligung und Lösung zu suchen. In den Freistunden dagegen wurde nicht gegrübelt und sinniert. Der "erlaubte" Teich war noch voll Wasser, der Kahn zwar nicht intakt, aber immerhin benutzbar. Morgen- und Abendnebel hinderten Ruderlustige nicht, zur Insel hinüberzugleiten; und Volkslieder erklangen von fern und nah her. Vorträge, Besinnung, Erörterungen mit strenger Beachtung - sachlichen Denkens, dazu die Gemeinschaft, die einfach entsteht, wenn eine Schar auch sehr verschieden Denkender sich zusammenfindet im Suchen - das alles löst immer wieder den Wunsch aus, diese "Zeiten" zu wiederholen; und längst ins Amt Abgewanderte möchten weiter geladen sein, damit diese Verbindung des Geborgenseins und zu neuen Aufgaben Gerufenseins fest bleibe. Im nächsten Herbst soll die "nichtreligiöse Interpretation Bonhoeffers" Inhalt der Tagung werden. |
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