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Zeugnis und Dienst[Text auf dem Innentitel]Zeugnis und Dienst geschehen in der Beteiligung am gleichen, womit alle Menschen ständig beschäftigt sind: Im Besorgen der Welt, d. h. im Verwenden ihrer Mittel zur Lebenserhaltung und Förderung und im Regeln der zwischenmenschlichen Beziehungen. Nicht anderswo, allerdings auch nicht im unbesehenen Mitmachen dessen, was alle Welt tut, aber tatsächlich in Beteiligung an dem, worum es aller Welt geht, soll Zeugnis und Dienst des Christen erfolgen. Daß diese Erde dem Herrn gehört (Psalm 24,1), wird gerade so bezeugt und wirkt sich gerade darin aus, daß dieser Herr seine Diener am Besorgen der Welt beteiligt und ihm nicht entnimmt. Nun steht ihnen alles offen: ‚Alles ist euer, ihr aber seid Christi' (1. Kor. 3,21 ff): Geschäftsleben wie Sexualität, Rechtswesen wie Industrie, Kunst wie Wissenschaft, Politik wie Handwerk - auf keinem Gebiete könnte der Dienst nicht geschehen, aus keinem ist das Zeugnis von Christus als dem Herrn ausgeschlossen, keines ist davon unbetroffen, in keinem ist sein Gebot unaktuell, unpassend oder irreal, keines kann sich diesem Gebot gegenüber auf eigene Ordnungen berufen. Indem er sich so am weltlichen Leben beteiligt, beansprucht er dieses weltliche Leben für seinen Herrn und verantwortet er dieses weltliche Leben vor seinem Herrn. (Gollwitzer) |
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