Zur Startseite (sollten Sie diese Seite ohne Menürahmen sehen, bitte hier klicken!)Mai 1957: Blockhausbrief Nr. 1

Inhalt:

Titel
"Zeugnis und Dienst", ein Text von Helmut Gollwitzer
Einladung an den Freundeskreis des Blockhauses Ahlhorn
Das Blockhaus - ein Stück Allmende
Rückblick auf die Arbeit nach der Zehnjahresfeier (Kurzberichte über Gästegruppen vom 15.8.1956 bis 1.5.1957)
"Können uns die USA Anregungen für unser kichliches Leben geben?"
Freizeiten in Ahlhorn für "Reformierte", "Lutherische" und "Andere"
Oberprima des Gymnasiums Brake
Altschüler der Bäuerlichen Volkshochschule erlebten das Blockhaus Ahlhorn
Vorschau auf die Sommerarbeit des Blockhauses
 

Altschüler der Bäuerlichen Volkshochschule erlebten das Blockhaus Ahlhorn

Dr. Wolf, Bäuerliche Volkshochschule Rastede

Bereits zum zweiten Male führten wir ein geschlossenes Seminar im Evangelischen Jugendheim in der Ahlhorner Heide vom 27. - 30. März 1957 durch. Wir durften in diesen Tagen eine gute Gemeinschaft pflegen. Dazu trugen sowohl die ideale Lage des Blockhauses als auch die freundlichen Gastgeber bei. Wir stellten unsere Gespräche unter das Leit-Thema "Wie gestalten wir unsere Freizeit?" - Rolf von der Dovenmühle führte uns mit einer Lichtbilderreihe in die Geschichte und Schönheiten der früheren Ahlhorner Heide ein. Dr. Wolf behandelte im Gespräch mit den Seminarteilnehmern die Frage: "Was bedeutet uns die Freizeit?" Daran anknüpfend er lebten wir mit Will Janle den Bereich des Musischen. Er zeigte uns, wie wir Musik, Spiel und Tanz als Mittel wertvoller Freizeitgestaltung einsetzen können. Der Maler Troschel ließ uns anhand seiner Landschafts- und Tiergemälde und -zeichnungen das Gebiet der bildenden Kunst erleben. Forstmeister Hulverscheidt erweckte in uns tiefgehende Empfindungen für den Ruf des Waldes und die Stimme des Wildes. Waldspaziergänge und die Besichtigung der Fasanerie rundeten das Bild ab.

Mit Landesjugendpfarrer Orth und dem Vorsitzenden der Niedersächsischen Landjugend, H. J. Koers, erarbeiteten wir im Gespräch die Bedeutung der Dorfkirche für das ländliche Leben und besondere Aufgabengebiete der Landjugend in unserer Zeit.

In Dankbarkeit beendeten wir die anregenden und aufmunternden Tage im Blockhaus, das wir bei schönstem Frühlingswetter, und erwachender Natur erlebten. Die gute Beköstigung und das aufrichtige Verhältnis zum Hause trug ein weiteres zum guten Gelingen unserer Seminarfreizeit bei.

Wir machten uns Gedanken, wie wir diese Anregungen in unserer Arbeit in den Dörfern fruchtbar werden lassen können. Wir hielten u. a. die Begründung einer Kreisarbeitsgemeinschaft für Jugend- und Erwachsenenbildung für sehr wertvoll, weil sich in ihr ein Personenkreis zusammenfinden könnte, der diese Arbeit fördern und vorantreiben kann. Dieser Schritt würde für die Erweiterung und Vertiefung unserer dörflichen Bildungsarbeit von großem Nutzen sein.

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