Zur Startseite (sollten Sie diese Seite ohne Menürahmen sehen, bitte hier klicken!)1956: 10 Jahre Evangelisches Jugendheim

Inhalt:

Titelseite
Zum Geleit
Blockhaus Ahlhorn im Dienste der öffentlichen Jugendpflege
Dank an das Evangelische Jugendheim
Das Blockhaus Ahlhorn - Eine erholsame Stätte weltanschaulicher Gespräche
10 Jahre Blockhaus Ahlhorn
Studenten und Vikare im Blockhaus Ahlhorn
Evangelische Mädchenarbeit in Ahlhorn
Holländisch-deutsche begegnung im Blockhaus Ahlhorn im Juni 1953
Ein Tag unter evangelischen Jungen im Blockhaus
Ausbau des Blockhauses Ahlhorn
Studienseminare in Ahlhorn
Das Blockhaus und die Lehrer
"Unser Landschulheim" in Ahlhorn
Unsere Ahlhorner Tage - Ein Bericht der Hindenburgschule Oldenburg, August 1948
Die Ahlhorner Klausur - Ein Bericht der ev. Akademie in Oldenburg
10 Jahre Kinderkuren in Ahlhorn
 

Das Blockhaus Ahlhorn

Eine erholsame Stätte weltanschaulicher Gespräche

Werner Ohm

Herrlich weltabgeschieden, mitten in den Ahlhorner Forsten, und doch in der Nähe der großen Verbindungswege liegt in malerischer Einsamkeit das Blockhaus Ahlhorn. Vierzig Fischteiche ringsum schützen seine behagliche Stille und versprechen dem Suchenden wirkliche Sammlung und Erholung.

Fast unberührt lädt eine weite, ahnungsvolle Landschaft mit großen Wald- und Heideflächen zum Erleben der Natur ein.

Seltsam mutet der mehr als dreihundertjährige Eichenbestand des Baumweges an. Verträumt erscheinen die Jagdhütten und der kleine Dianasee. In solcher Umgebung tut sich dem Berufenen das große Buch der Natur auf, mag er, die Morgendämmerung nicht scheuend, morgens das wechselnde Wild belauschen oder einen Abend im Boot auf dem Helenensee verbringen. Wie ein dunkler, weicher Schatten säumt in klaren Nächten das Kiefernband die silberne Brücke, die das gleißende Mondlicht von Ufer zu Ufer spannt. Dann erfüllt sich das Erlebnis, das die Wanderungen über die ernsten Heideflächen, die einsamen Lichtungen versprochen haben.

Ist das Wetter einmal nicht freundlich oder sind die Abende kühl, so kommen die behaglichen Räume des Blockhauses selbst zur Geltung. Sie sind schlicht, aber geschmackvoll und zweckentsprechend eingerichtet: Der große Speisesaal mit Kamin und Flügel, ein Kaminzimmer, die Jungenburg und ein kleiner Saal, alle wie geschaffen für bildende Gruppenarbeit. Schulklassen, Chöre, in- und ausländische Studiengruppen sind die häufigsten Gäste. - Für diejenigen, die Freude am Licht der Flamme haben, kann es kaum etwas Stimmungsvolleres geben als Abende, an denen sie sich zu fröhlichem Gesang oder ernstem Gespräch um das lodernde Feuer scharen.

Doch auch die zentrale Lage zu wertvollen Studienobjekten trägt zur Beliebtheit des Blockhauses bei.

Im größten Freilichtmuseum Deutschlands, dem Museumsdorf Cloppenburg, sind die bäuerlichen Wohnkulturen Norddeutschlands gesammelt und in ihrer ursprünglichen Form und Einrichtung wieder erstellt. Außerdem findet der Besucher dort eine kleine vorgeschichtliche Sammlung. Ein Gang durch die Museen Oldenburgs würde diese Studien vorzüglich ergänzen.

Die Zeugen ältester germanischer Kultur jedoch, die schönsten und größten Steingräber Norddeutschlands, liegen in der Ahlhorner Heide.

Vor rund 3600 Jahren von Tiefstichkeramikern, den Nordindogermanen, errichtet, zeugen sie in ihrem monumentalen Aufbau von der damaligen Totenbestattung.

Oft und gern besucht wird auch die Wittekindstadt Wildeshausen, ein erstes Zeugnis christlicher Kultur in dieser Gegend. Ihre 1100 Jahre alte Alexanderkirche ist Markstein der Ausbreitung des Christentums in Norddeutschland gewesen.

Dem Naturkundler endlich gibt neben der Teichwirtschaft und dem Baumweg das Sager Meer, das tiefste Gewässer Norddeutschlands, hervorragende Studienmöglichkeiten. Es handelt sich hier um ein Strudelloch aus der Eiszeit, das durch einige sonst nicht mehr vorkommende Diatomeen und Binsen, Eiszeitrelikte, den Charakter eines Naturdenkmals erhält.

    zurück zum Seitenanfang