Blockhaus Ahlhorn
im Dienste der öffentlichen Jugendpflege
Der totale Zusammenbruch 1945 stellte auch die Frauen und Männer, die sich der Jugendarbeit im Verwaltungsbezirk Oldenburg wieder annahmen, vor große Schwierigkeiten. Es hieß neue Verbände und Gruppen aufbauen. Dabei fehlte es nicht nur in den Städten und Gemeinden an geeigneten Räumen für die Heimabende, sondern vor allen Dingen gab es keine Stätten, um die so dringend notwendigen Rüstzeiten und Lehrgänge durchzuführen. Fast alle Jugendheime und Jugendherbergen waren zweckentfremdet. Als die evangelische Landeskirche Oldenburg sich daher entschloß, das Blockhaus Ahlhorn als Jugendheim zu pachten, hat sie damit besonders für die Jugendarbeit in unserem Raum den entscheidenden Schritt getan. Das Blockhaus wurde sehr bald nicht nur für die evangelische Jugend zum Freizeitheim, sondern fast alle Jugendverbände begannen hier ihre Aufbauarbeit. Auch die öffentliche Jugendpflege des Verwaltungsbezirks war gern in Ahlhorn zu Gast. Für die ersten Lehrgänge des Landesjugendamtes und des Bezirksjugendringes war die Atmosphäre des Blockhauses von entscheidender Bedeutung. Unvergessen werden allen Teilnehmern die Freizeiten der arbeitslosen Jugendlichen und der große Laienspiellehrgang bleiben.
Wenn auch im Laufe der Jahre den Jugendverbänden und der öffentlichen Jugendpflege wieder andere Heime und Jugendherbergen zur Verfügung stehen, so kommen doch alle wieder gerne in das Blockhaus. Der Grund dafür ist sicher nicht nur die schöne Lage im Wald an den Fischteichen, sondern vielmehr der Geist des Heimes, den Träger und Heimleiter hineingegeben haben.
Nachdem nun zehn Jahre Arbeit an der Jugend getan worden ist, deren Früchte im ganzen Bezirk zu erkennen sind, gebührt allen Mitarbeitern des Blockhauses großer Dank. Möge das evangelische Jugendheim Blockhaus Ahlhorn weiter im gleichen Geiste bereit sein, der Jugend zu dienen.
Oldenburg, im Juli 1956
Löning, Landesjugendpfleger
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